Franz Kafka - Person und Weltbild
Kafka war Zeit seines Lebens ein sensibler, introvertierter Mensch, der ständig von Versagensängsten und Selbstzweifeln geplagt wurde. Sein pessimistisches Weltbild spiegelt sich deutlich in seinen Texten wider - er sah wenig Hoffnung auf Besserung in der Welt.
Das schwierige Verhältnis zu seinem groben, autoritären Vater prägte Kafka stark. In seinen Werken tauchen deshalb oft übermächtige, furchteinflößende Figuren auf, die seine eigenen Erfahrungen widerspiegeln.
Kafkas Jurastudium beeinflusste ebenfalls seine Literatur. Seine juristischen Kenntnisse fließen besonders deutlich in "Der Prozess" ein und verstärken die Atmosphäre der Bedrohung durch Behörden.
Kafkaesk beschreibt unheimliche, absurde und unerklärlich bedrohliche Situationen, in denen Personen willkürlichen Vorgängen ausgeliefert sind. In "Die Verwandlung" wacht der Protagonist als Insekt auf und kann nicht in die Normalität zurückkehren - ein typisches Beispiel für Kafkas Stil.
💡 Wichtig zu wissen: Kafka wollte ursprünglich gar nicht, dass seine Werke veröffentlicht werden - sein Freund tat es trotzdem!