Die Grundlagen der Gedichtsanalyse
Du kennst das Gefühl: Ein Gedicht liegt vor dir und du weißt nicht, wo du anfangen sollst. Verse (einzelne Zeilen) und Strophen (Absätze) zu erkennen ist der erste Schritt. Das lyrische Ich ist dabei nicht der Autor selbst, sondern der Sprecher im Gedicht - manchmal zeigt es sich deutlich durch "ich", manchmal bleibt es im Hintergrund als Beobachter.
Das Metrum bestimmt den Rhythmus: Jambus (unbetont-betont wie "Ge-DICHT"), Trochäus (betont-unbetont wie "LIE-be"), Daktylus (betont-unbetont-unbetont) und Anapäst (unbetont-unbetont-betont). Die Kadenz zeigt, ob ein Vers mit betonter (männlich) oder unbetonter Silbe (weiblich) endet.
Rhetorische Mittel wie Metaphern, Alliterationen oder Personifikationen machen Gedichte lebendig. Ein Sonett hat immer 14 Verse in vier Strophen, während eine Ballade meist eine Geschichte erzählt.
Tipp: Lies das Gedicht laut vor - so erkennst du Rhythmus und Betonungen viel leichter!









