Das Gedicht und seine Grundthemen
Du kennst bestimmt das Gefühl, wenn alles sinnlos erscheint - genau das beschreibt Gryphius in seinem Sonett. Er stellt gleich zu Beginn die rhetorische Frage "Was sind wir Menschen doch!" und beantwortet sie mit einer Kette düsterer Metaphern.
Die Menschen werden als "Wohnhaus grimmer Schmerzen" und "Ball des falschen Glücks" dargestellt. Diese Bildsprache zeigt, dass Gryphius das Leben als reine Qual empfindet. Besonders die Metapher vom "verschmelzten Schnee" macht die Vergänglichkeit des Lebens deutlich.
Das Gedicht ist im Alexandriner geschrieben - das erkennst du am sechshebigen Jambus mit der Zäsur nach der dritten Hebung. Diese strenge Form passt perfekt zur ernsten Botschaft.
Merke dir: Die erste Strophe konzentriert sich auf das Leid im Leben, die zweite auf die Sterblichkeit des Menschen.




