Grundlagen der Gedichtsanalyse
Der Expressionismus bringt in Heyms "Der Gott der Stadt" alle typischen Merkmale mit: Angst vor der modernen Welt, düstere Stadtbilder und emotionale Überwältigung. Der Stadtgott Baal herrscht tyrannisch über die Großstadt und entlädt am Ende seinen Zorn, indem er sie in Brand setzt.
Die Gedichtstruktur ist überraschend regelmäßig für expressionistische Lyrik. Fünf Strophen mit je vier Versen, fünfhebiger Jambus und durchgehend männliche Kadenz - das passt perfekt zum Inhalt. Wie die Menschen in der monotonen Stadt gefangen sind, so sind auch die Worte in den starren Rhythmus "eingezwängt".
Das Reimschema (Kreuzreim) und die Parataxen (aneinandergereihte Hauptsätze) bauen Spannung auf. Diese gleichförmige Struktur verstärkt das Gefühl der Gefangenschaft im Großstadtleben.
Merke dir: Die regelmäßige Form spiegelt die Monotonie des Stadtlebens wider - ein cleverer Trick von Heym!




























