Grundlagen und erste Strophe
Joseph von Eichendorff schrieb "Zwielicht" 1815 mitten in der Romantik. Diese Epoche war eine krasse Gegenbewegung zur rationalen Aufklärung - hier ging's um Gefühle, Natur und das Unterbewusstsein.
Das Gedicht hat vier Strophen mit jeweils vier Versen und einen umarmenden Reim (abba). Der Trochäus sorgt für einen gleichmäßigen, aber unheimlichen Rhythmus.
In der ersten Strophe beschreibt das lyrische Ich eine gruselige Dämmerung. Die Bäume werden personifiziert und "rühren sich schaurig", während schwere Wolken wie Albträume über den Himmel ziehen. Das warme, gemütliche Abendlicht verschwindet und macht Platz für ein fahles, graues Licht.
Tipp: Die Frage "Was will dieses Grau'n bedeuten?" zeigt, dass das lyrische Ich zwischen Traum und Realität nicht mehr unterscheiden kann - typisch romantisch!




