Spracherwerbsmodelle und Theorien
Wie lernen Babys eigentlich sprechen? Diese Frage beschäftigt Forscher seit Jahrzehnten, und es gibt vier Haupttheorien dazu.
Der Behaviorismus (Skinner) sagt: Kinder sind wie leere Festplatten und lernen nur durch Nachahmung. Eltern belohnen richtige Wörter, bestrafen falsche – so simpel wie Hundetraining. Klingt logisch, erklärt aber nicht, warum Kinder plötzlich Sätze sagen, die sie nie gehört haben.
Der Nativismus (Chomsky) behauptet das Gegenteil: Wir haben eine angeborene Universalgrammatik im Kopf. Jedes Kind trägt die Grundregeln aller Sprachen schon in sich – deshalb lernen alle Kinder weltweit so ähnlich sprechen, egal ob Deutsch oder Swahili.
Wichtig für die Klausur: Diese vier Theorien ergänzen sich oft – in der Realität spielen alle Faktoren eine Rolle beim Spracherwerb!
Der Kognitivismus (Piaget) setzt auf geistige Entwicklung: Erst muss das Gehirn verstehen, dann kann es sprechen. Der Interaktionismus (Wygotski) betont soziale Interaktion – ohne Gespräche mit Mama und Papa läuft nichts.







