Lyrik der Romantik
Die Romantik entstand als Gegenbewegung zur rationalen Aufklärung und reagierte auf gesellschaftliche Umbrüche wie die Französische Revolution und Industrialisierung. Nach dem Wiener Kongress fühlten sich die Bürger ihrer neu erworbenen Rechte beraubt.
Die Dichter setzten auf verständliche, volksnahe Sprache und orientierten sich am Volkslied. Statt komplizierter Satzkonstruktionen verwendeten sie den Zeilenstil und verzichteten auf Bildungswissen. Allerdings erschwerte die Bildhaftigkeit oft das Verständnis.
Zentrale Motive waren die Natur als Spiegel der Seele, das Wandern als Ausdruck von Fernweh, sowie Träume und Fantasie als Gegenpol zur Vernunft. Die Romantiker beschäftigten sich auch mit den "Nachtseiten" des Menschen - Wahnsinn, Verzweiflung und Entfremdung.
Merke dir: Die "Blaue Blume" war das wichtigste Symbol der Romantik und stand für die Sehnsucht nach der Einheit von Natur, Mensch und Gott.
Wichtige Stilmittel: Metaphern, Personifikation von Naturelementen, Synästhesien und Symbole. Typische Gedichtsformen waren die Volksliedstrophe, Hymnen und Balladen.







