Die Romantik: Flucht aus der harten Realität
Stell dir vor, du lebst in einer Zeit, in der sich alles rasend schnell verändert - genau das erlebten die Menschen zwischen 1795 und 1835. Die Romantik war ihre Antwort auf eine Welt, die ihnen zu rational und kalt geworden war.
Der Begriff "romantisch" kommt aus dem Altfranzösischen und bedeutete ursprünglich "wunderbar, abenteuerlich und fantastisch". Romantische Texte sind sinnlich, schaurig und stellen das Unterbewusste in den Vordergrund - ziemlich das Gegenteil von nüchternen Sachtexten also!
Die Zeit war geprägt von krassen Umbrüchen: Die Französische Revolution, Napoleon als Kaiser, die Industrialisierung und Deutschland war territorial völlig zersplittert. Kein Wunder, dass sich die Leute nach Ordnung sehnten und aus dieser chaotischen Realität flüchten wollten.
Merktipp: Die Romantiker wollten weg von Verstand und Logik - hin zu Gefühlen und Fantasie!
Die wichtigsten Merkmale der Romantik sind Weltflucht in Melancholie, die Hinwendung zur Natur als Gegenpol zu lebensfeindlichen Städten und der Rückzug in Traumwelten. Besonders spannend ist die romantische Ironie - dabei erkennt ein Werk sich selbst als Werk und der Autor steht über seinem eigenen Text.