Sprachvarietäten und Theorien
Stell dir vor, du sprichst mit deinen Freunden ganz anders als mit deinem Lehrer - das ist völlig normal! Sprachvarietäten sind verschiedene Arten, wie wir je nach Situation sprechen.
Es gibt Standardsprache (wie in Nachrichten), Umgangssprache (im Alltag), Jugendsprache (unter Freunden), Fachsprache (in bestimmten Bereichen) und Dialekte (regional unterschiedlich). Auch Soziolekte existieren - das sind Sprachformen bestimmter gesellschaftlicher Gruppen.
Die Standardisierungsideologie behauptet, dass nur Standardsprache "richtig" ist und wertet andere Varietäten ab. Die Differenztheorie sagt hingegen: Alle Sprachformen sind gleichwertig und haben ihre Berechtigung - je nach Situation passt eine andere Varietät besser.
Merktipp: Beide Theorien haben ihre Berechtigung. In der Schule brauchst du Standardsprache, mit Freunden ist Jugendsprache völlig okay!
Sprachebenen und Sprachwandel
Sprache funktioniert auf verschiedenen Ebenen gleichzeitig. Die morphologische Ebene beschäftigt sich mit Wortbausteinen (be-nennen), die phonologische mit Lauten.
Auf der syntaktischen Ebene geht's um Satzbau ("Ich gehe laufen" ist richtig, "Ich laufen gehe" nicht). Die semantische Ebene behandelt Wortbedeutungen - "Die Polizei fängt den Vulkan" ist grammatisch okay, aber inhaltlich Unsinn.
Sprachwandel passiert ständig durch Globalisierung (Anglizismen wie "cool"), digitale Kommunikation (Abkürzungen wie "lol") und den Wunsch von Jugendlichen, sich abzugrenzen. Deshalb ändern sich Jugendwörter so schnell!


























