Probleme des Web 2.0
Ein zentrales Problem im Internet ist die Schwierigkeit, zwischen wahren und falschen Informationen zu unterscheiden. Das Beispiel einer falschen Nachricht über Schulausfall zeigt, wie schnell sich Fehlinformationen verbreiten können. Dies kann zu Hysterie führen, wie die Hamsterkäufe während der Pandemie bewiesen haben.
Die Anonymität im Internet begünstigt zudem Cybermobbing, besonders unter Jugendlichen. Laut Studien ähnlich der JIM-Studie kennt mehr als ein Drittel der Jugendlichen jemanden, der online angegriffen wurde. Täter fühlen sich durch die Anonymität geschützt und fürchten keine Konsequenzen.
Problematisch ist auch, dass sich radikale Gruppen im Schutz der Anonymität zusammenschließen und Hass verbreiten können. Zudem nutzen viele Menschen Social-Media-Plattformen, um unkontrolliert Frust abzulassen, was zu unsachlichen Diskussionen führt.
Diesen Risiken stehen jedoch positive Aspekte gegenüber, die Graff in seiner Kritik vernachlässigt. Die Schwarmintelligenz des Internets ermöglicht es Bürgern, Politiker zu kritisieren und sich für gemeinsame Ziele zu organisieren, wie die Fridays-for-Future-Bewegung zeigt.