Die Szene nach dem Mord
Du befindest dich mitten in einem der intensivsten Momente des ganzen Stücks. Lady Macbeth hat die Wachen betäubt und die Dolche bereitgelegt - sie ist die perfekte Komplizin. Doch sie verrät einen schwachen Moment: Sie konnte Duncan nicht selbst töten, weil er schlafend ihrem Vater ähnelte.
Diese Aussage ist mega wichtig für ihr Charakterverständnis. Entweder ärgert sie sich, weil sie jetzt keine Kontrolle über die Situation hat, oder sie zeigt doch menschliche Gefühle. Shakespeare lässt uns hier rätseln, ob sie wirklich so kaltblütig ist, wie sie tut.
Macbeth kehrt vom Mord zurück und die Szene wird sofort angespannt. Seine ersten Worte zeigen bereits, dass ihn das Gewissen plagt - ganz anders als seine Frau, die pragmatisch reagiert.
Merke dir: Lady Macbeth verwendet ständig Befehle (Imperative), während Macbeth emotional reagiert. Das zeigt ihre unterschiedlichen Persönlichkeiten perfekt!





































