Das Elisabethanische Zeitalterwar eine der prägendsten Epochen der englischen... Mehr anzeigen
Die Renaissance und das Elisabethanische Zeitalter: Ein Überblick







Renaissance und Elisabethanisches Zeitalter
Das 16. Jahrhundert brachte England richtig in Fahrt! Zwischen 1497 und 1583 bauten die Engländer ihr erstes Weltreich auf - durch Entdeckungsreisen, Handel und neue Kolonien. Als 1558 Elizabeth I den Thron bestieg, änderte sich alles.
Der große Durchbruch kam 1588, als die englische Flotte die Spanische Armada besiegte. Das machte England zur unangefochtenen Seemacht! Schon 1607 entstand mit Jamestown die erste dauerhafte Kolonie in Virginia.
Die Renaissance war ursprünglich eine italienische Bewegung der "Wiedergeburt" in Kunst und Wissenschaft. In England transformierte sie sich zum Elisabethanischen Zeitalter - der absoluten Glanzzeit! Elizabeth I herrschte 44 Jahre lang und setzte neue Standards in Wirtschaft, Kunst und Mode.
Wusstest du schon? 1596 wurde die erste Wasserspülung von Sir John Harington erfunden - mitten im "goldenen Zeitalter"!
Diese Epoche brachte nicht nur Wohlstand, sondern auch Shakespeare hervor. Allerdings wütete gleichzeitig die Pest und forderte tausende Opfer.

Shakespeare - Leben und Erfolg
William Shakespeare wurde vermutlich am 23. April 1564 in Stratford-upon-Avon geboren (sicher ist nur seine Taufe am 26. April). Als drittes von acht Kindern wuchs er praktisch als Ältester auf, da seine beiden älteren Schwestern als Kleinkinder starben.
Seine Eltern John (Lederhandwerker) und Mary Shakespeare ermöglichten ihm eine exzellente Bildung an der Stratford Grammar School. Dort lernte er nicht nur Latein und Literatur, sondern auch schon Schauspielerei und Schreiben.
Mit 18 heiratete er die 26-jährige Anne Hathaway - eine Blitzhochzeit, weil Anne bereits schwanger war. 1582 kam Tochter Susanna zur Welt, 1585 folgten die Zwillinge Hamnet und Judith. Tragisch: Sein einziger Sohn Hamnet starb mit nur 11 Jahren.
Shakespeares Erfolg lag daran, dass seine Stücke total nachvollziehbar waren. Die Menschen konnten sich mit den Charakteren identifizieren, und das Theater bot eine willkommene Ablenkung vom harten Alltag. Er schrieb für alle Gesellschaftsschichten - und das machte ihn reich!
Krass: Shakespeare starb am selben Tag wie er geboren wurde - dem 23. April 1616, im Alter von nur 52 Jahren.

Shakespeares Werk und das Globe Theatre
Shakespeare war ein absoluter Workaholic: 38 Theaterstücke, 154 Sonette und mehrere lange Gedichte! Seine Themen - Liebe, Hass, Eifersucht - sind auch heute noch mega aktuell. Kein Wunder, dass seine Werke in über 50 Sprachen übersetzt wurden.
Zwischen 1585 und 1592 liegen die "verlorenen Jahre" - niemand weiß genau, was Shakespeare da gemacht hat. Fest steht: Ab 1592 war er in London richtig erfolgreich und schrieb viele Stücke speziell für seinen Kumpel Richard Burbage.
Das Globe Theatre öffnete im Herbst 1599 in Southwark und wurde Shakespeares Hauptspielstätte. Die Brüder Burbage bauten dieses legendäre "Wooden O" (hölzernes O) - einen runden Holzbau ohne Dach über dem Zuschauerraum.
Das Besondere am Globe: Es war für alle Gesellschaftsschichten zugänglich! Arme Leute standen für einen Penny im Parterre, Reiche saßen in den teureren Galerien. Mit etwa 3000 Plätzen war es riesig für die damalige Zeit.
Fun Fact: Die Flaggen am Theater verrieten das Genre: Rot = Historienstück, Weiß = Komödie, Schwarz = Tragödie!
1613 brannte das Globe bei einer Aufführung ab, wurde aber schnell wieder aufgebaut.

Theateraufführungen im Elisabethanischen Zeitalter
Stell dir vor: Theateraufführungen fanden nur bei Tageslicht statt, ohne künstliche Beleuchtung! Die Schauspieler hatten kaum Requisiten - die Zuschauer mussten ihre Fantasie benutzen, um sich die Szenerie vorzustellen.
Die Kostüme waren dafür umso spektakulärer: Teuer, bunt und prachtvoll zeigten sie den gesellschaftlichen Status der Charaktere. Sound-Effekte wurden hinter der Bühne erzeugt, und während der Vorstellung konnte man sogar Essen und Trinken kaufen!
Theater-Companies waren echte Arbeitstiere - sie führten bis zu 5 verschiedene Stücke pro Woche auf! Das Repertoire wechselte ständig, damit das Publikum nicht gelangweilt wurde. Vor 1570 gab es überhaupt keine festen Theater in England - die Truppen zogen von Dorf zu Dorf.
Die Bühne war eine simple Plattform nah am Boden, oft rund oder vieleckig geformt. Darüber spannte sich ein Baldachin, aber das Publikum hatte freien Blick auf alles. Das machte die Aufführungen super intensiv und direkt!
Theater-Tipp: Worte waren wichtiger als Bühnenbild - Shakespeare und seine Kollegen erschufen ganze Welten nur durch Sprache!
Diese Theaterform prägte die englische Kultur nachhaltig und machte Drama zu einem wichtigen Teil der Gesellschaft.


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