Das Biomedizinische Krankheitsmodell
Stell dir vor, dein Körper wäre wie ein Auto - wenn etwas kaputtgeht, findet man den defekten Teil und repariert ihn. Genau so funktioniert das biomedizinische Modell! Es konzentriert sich komplett auf die Krankheit selbst und behandelt den Menschen wie eine Maschine.
Bei diesem Ansatz bist du entweder krank oder gesund - dazwischen gibt es nichts. Die Pathogenese (Krankheitsentstehung) steht im Mittelpunkt, während du als Patient eher passiv bleibst. Die Profis machen alles: Diagnose, Therapie, Entscheidungen.
Das Modell basiert auf vier simplen Grundannahmen: Jede Krankheit hat eine messbare Ursache, verläuft nach einem bestimmten Muster und kann durch Behandlung des Defekts geheilt werden. Die Ätiologie (Ursachenlehre) ist dabei zentral - wie bei Robert Kochs Entdeckung, dass Bakterien Tuberkulose verursachen.
Merke dir: Dieses Modell funktioniert super bei Knochenbrüchen oder Infektionen, aber psychische Probleme oder Stress passen nicht so gut rein!