Die Mesotes-Lehre - Die goldene Mitte
Stell dir vor, du sollst mutig sein: Zu wenig Mut macht dich feige, zu viel macht dich leichtsinnig. Aristoteles' Mesotes-Lehre besagt: Das Richtige liegt meist in der Mitte zwischen zwei Extremen.
Diese Mitte ist aber nicht mathematisch berechenbar, sondern hängt von der Situation ab. Was für dich mutig ist, kann für einen anderen schon tollkühn sein. Du musst die "Mitte in Bezug auf uns" finden.
Wichtig: Bei manchen Handlungen gibt es keine gute Mitte - Mord, Diebstahl oder Ehebruch sind immer falsch, egal in welchem Ausmaß.
Die Tugend der Gerechtigkeit hat zwei Formen: Austeilende Gerechtigkeit verteilt Ressourcen fair, ausgleichende Gerechtigkeit sorgt für fairen Austausch zwischen Menschen.
💡 Praxistipp: Frag dich bei Entscheidungen: "Was wäre hier das richtige Maß?"