Das Syndromkonzept
Das Syndromkonzept ist ein Ansatz, um globale Umwelt- und Entwicklungsprobleme zu analysieren. Ähnlich wie bei einem medizinischen Krankheitsbild (Syndrom) werden Symptome des globalen Wandels in zusammenhängende Muster gruppiert. Zu den globalen Kernproblemen zählen unter anderem Klimawandel, Verlust der Biodiversität und Bodendegradation.
Die Nutzungssyndrome beschreiben Probleme, die durch unangepasste Nutzung von Naturressourcen entstehen. Das Sahel-Syndrom bezeichnet beispielsweise die landwirtschaftliche Übernutzung von Randgebieten, während das Raubbau-Syndrom die Zerstörung natürlicher Ökosysteme wie Regenwälder für kurzfristige wirtschaftliche Gewinne beschreibt. Das Dust-Bowl-Syndrom bezieht sich auf nicht nachhaltige industrielle Bewirtschaftung.
Weitere wichtige Nutzungssyndrome sind das Katanga-Syndrom (Umweltdegradation durch Ressourcenabbau), das Massentourismus-Syndrom (Schädigung von Naturräumen für Erholungszwecke) und das Verbrannte-Erde-Syndrom (Umweltzerstörung durch militärische Nutzung).
Gut zu wissen: In Klausuren musst du oft ein bestimmtes Syndrom beschreiben (30-35% der Punkte), es geografisch einordnen (50%) und eine Stellungnahme entwickeln .



































