Gründerzeit und Imperialismus - Der Wettlauf um die Welt
Die Gründerzeit brachte nicht nur technischen Fortschritt und Verstädterung, sondern auch einen erbitterten Konkurrenzkampf zwischen den Großmächten. Ab 1880 startete der "Wettlauf um Kolonien" - Europa teilte Afrika und Asien unter sich auf.
Die Kolonialherren verfolgten dabei klare Ziele: billige Rohstoffe, neue Absatzmärkte und Ablenkung von innenpolitischen Problemen. Für die Kolonien bedeutete das politische Entmündigung, Ausbeutung ihrer Rohstoffe und oft brutale Unterdrückung.
Großbritannien war die größte Kolonialmacht und kontrollierte ein Viertel der Weltbevölkerung. Deutschland stieg erst 1884 unter Kaiser Wilhelm II in den Kolonialbesitz ein und eroberte Togo, Kamerun und Deutsch-Ostafrika.
Merke: Der Kolonialbesitz wurde zum Prestigeobjekt - wer keine Kolonien hatte, galt als schwach!





