Die ersten Schritte der Ausgrenzung
Schon wenige Monate nach Hitlers Machtübernahme begann die systematische Ausgrenzung der Juden aus dem deutschen Alltag. Der 1. April 1933 markierte den ersten staatlich organisierten Boykott jüdischer Geschäfte - SA-Trupps klebten Zettel mit "Kauft nicht bei Juden" an Schaufenster.
Mit dem Arierparagraph vom 7. April 1933 durften Juden nicht mehr im öffentlichen Dienst arbeiten. Das war erst der Anfang: Das Reichskulturkammergesetz verbot jüdischen Künstlern und Schriftstellern ihren Beruf, während Göring anordnete, Gewaltakte gegen Juden nicht mehr zu bestrafen.
Die Nürnberger Gesetze von 1935 machten die Diskriminierung endgültig legal. Juden verloren ihre Bürgerrechte, durften keine "Deutschblütigen" heiraten und wurden komplett aus der "Volksgemeinschaft" ausgeschlossen. Bis 1938 folgte die Zwangsarisierung - Juden mussten ihre Häuser und Geschäfte weit unter Wert verkaufen.
Merke dir: Trotz dieser massiven Verfolgung wanderten relativ wenige Juden aus, weil viele noch auf Besserung hofften oder sich zu stark mit Deutschland verbunden fühlten.





























