Die Nürnberger Gesetze - Der Beginn systematischer Diskriminierung
Schon 1920 forderte die NSDAP in ihrem Parteiprogramm den Ausschluss jüdischer Bürger aus dem öffentlichen Leben. Nach Hitlers Machtübernahme 1933 wurde das schnell zur brutalen Realität - SA-Trupps griffen Juden auf offener Straße an und antisemitische Propaganda vergiftete das gesellschaftliche Klima.
Am 15. September 1935 erließ der Reichstag auf dem "Reichsparteitag der Freiheit" die berüchtigten Nürnberger Gesetze. Das Parlament war zu diesem Zeitpunkt nur noch ein Scheinparlament ohne echte Macht - Hitler bestimmte bereits alles allein.
Die Gesetze bestanden aus drei Teilen: dem Reichsflaggengesetz, dem Reichsbürgergesetz und dem "Blutschutzgesetz". Mit diesen Gesetzen begann die systematische Ausgrenzung aller Juden - bis 1938 hatten deutsche Juden praktisch alle Grundrechte verloren.
Wichtig zu wissen: Diese Gesetze beendeten die seit 1871 garantierte Gleichstellung jüdischer Bürger und verwandelten Diskriminierung in "legales" Unrecht.




