Russland zwischen 1850 und 1900 - Ein Reich unter Druck
Der Krimkrieg war ein Weckruf für Russland. Was als leichter Sieg gegen das schwache Osmanische Reich gedacht war, wurde zur Demütigung gegen eine Allianz aus Großbritannien, Frankreich und anderen. Die russische Armee war hoffnungslos veraltet - schlechte Ausrüstung, verrottete Flotte, rückständige Taktiken.
Alexander II. erkannte nach dieser Niederlage: Russland musste sich ändern oder untergehen. 1861 hob er die Leibeigenschaft auf - zumindest auf dem Papier. Millionen von Bauern bekamen theoretisch ihre Freiheit und eigenes Land.
Doch die Realität sah anders aus. Die Bauern mussten ihr Land überteuert von den Großgrundbesitzern abkaufen und bekamen viel zu kleine Stücke. Statt reicher wurden sie ärmer als zuvor. Das zeigt perfekt, wie schwer echte Reformen sind.
Wichtig fürs Abi: Alexander II. führte viele wichtige Reformen durch - Zemstvo-Selbstverwaltung, allgemeine Wehrpflicht, Stadtdumen. Trotzdem wurde er 1881 von Terroristen ermordet, weil die Veränderungen zu langsam gingen.






