Die Weimarer Republik und der Aufstieg der NSDAP
Nach dem Ersten Weltkrieg erlebte Deutschland große Umbrüche. Im Oktober 1918 ernannte Wilhelm II. Max von Baden zum Reichskanzler - ein erster Schritt zur Demokratisierung. Als Matrosen meuterten, löste das die Novemberrevolution aus.
Am 9. November 1918 dankte der Kaiser ab und die Republik wurde ausgerufen. Friedrich Ebert wurde Reichskanzler und später erster Reichspräsident. Nach den Wahlen zur Nationalversammlung im Januar 1919 gewann die Weimarer Koalition aus SPD, DDP und Zentrum. Im Juli wurde die neue Reichsverfassung angenommen.
Die junge Republik kämpfte mit schweren Problemen: 1923 brachte die Inflation die Wirtschaft an den Rand des Zusammenbruchs. Nach dem Börsencrash 1929 folgte die Weltwirtschaftskrise mit Massenarbeitslosigkeit. Diese Krisen begünstigten extremistische Parteien - besonders die NSDAP unter Hitler.
Gut zu wissen: Die Weltwirtschaftskrise ab 1929 war der entscheidende Wendepunkt für die Weimarer Republik. Die Zahl der NSDAP-Mitglieder stieg von 27.000 (1925) auf über 100.000 (1928), und bald wurde sie zur stärksten Partei im Reichstag.
Ab 1930 regierten sogenannte Präsidialkabinette unter Brüning, von Papen und von Schleicher mit Notverordnungen - das Parlament verlor an Bedeutung. Am 30. Januar 1933 ernannte Reichspräsident Hindenburg schließlich Hitler zum Reichskanzler. Das war der Beginn des "Dritten Reiches" und das Ende der Demokratie in Deutschland.





