Kriegsausbruch und erste Kriegsjahre
Stell dir vor, ein perfekter Plan scheitert schon nach wenigen Wochen - genau das passierte Deutschland 1914. Der Schlieffen-Plan sollte einen schnellen Sieg über Frankreich bringen, aber bereits bei der Schlacht an der Marne war der Traum vom Blitzkrieg vorbei.
Was folgte, war der Stellungskrieg an der Westfront - 700 km Schützengräben, in denen sich Millionen Soldaten gegenüberstanden. Im Osten lief es zunächst besser: Die deutsche Armee siegte bei Tannenberg trotz zahlenmäßiger Unterlegenheit der Russen.
1915 wurde der Krieg noch brutaler. Das Deutsche Reich setzte erstmals Giftgas ein, die Entente antwortete mit denselben Mitteln. Der U-Boot-Krieg eskalierte, als deutsche U-Boote die "Lusitania" versenkten - fast wären die USA schon 1915 in den Krieg eingetreten.
1916 brachte die verlustreichsten Schlachten des gesamten Krieges. Bei Verdun und der Somme starben Hunderttausende für wenige Kilometer Boden. Zuhause herrschte der "Kohlrübenwinter" - Hunger und Kälte prägten den Alltag der Menschen.
Merke dir: Der Stellungskrieg machte aus einem geplanten kurzen Konflikt einen jahrelangen Abnutzungskrieg.



