Die Französische Revolution
Die Französische Revolution begann 1789 als grundlegende Umwälzung der bestehenden politischen, sozialen und wirtschaftlichen Ordnung. Sie wurde unter Beteiligung größerer Teile der Bevölkerung durchgeführt, oft mit Gewalt.
Die Revolution hatte mehrere Ursachen: Missernten und Hungersnöte führten zu hohen Brotpreisen, während die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer wurde. Der Dritte Stand (Bürger und Bauern) litt unter einer hohen Steuerlast, während der verschwenderische Lebensstil des Adels und des Königs den Staat an den Rand des Bankrotts brachte. Die Ideen der Aufklärung verstärkten den Wunsch nach politischer Beteiligung.
Die Revolution verlief in mehreren Phasen:
- Juni 1789-August 1792: Konstitutionelle Monarchie unter Führung des Großbürgertums
- September 1792-Juni 1793: Republik unter den Girondisten (mittleres Bürgertum)
- Juni 1793-Juli 1794: Soziale Republik unter Führung der Jakobiner
- Juli 1794-November 1799: Republik unter den Girondisten, endend mit Napoleons Staatsstreich
Gut zu wissen: Der Ballhausschwur am 20. Juni 1789 und der Sturm auf die Bastille am 14. Juli 1789 gelten als Schlüsselereignisse zu Beginn der Revolution.
Wichtige Beschlüsse von 1789 waren die vollständige Beseitigung der Feudalordnung, die Abschaffung der Leibeigenschaft und der Steuerprivilegien. Die Leitprinzipien "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" sowie die Gewaltenteilung wurden verankert. Die Verfassung führte eine konstitutionelle Monarchie ein, wobei das Wahlrecht an ein bestimmtes Einkommen gekoppelt war.











