Der Weg zur Machtergreifung 1928-1933
Die politische Entwicklung der späten Weimarer Republik war von zunehmender Instabilität gekennzeichnet. Nach der regulären Reichstagswahl 1928 wurde Hermann Müller Reichskanzler, dessen Koalition jedoch an internen Meinungsverschiedenheiten zerbrach. Nach Müllers Rücktritt ernannte Reichspräsident von Hindenburg Heinrich Brüning zum Reichskanzler, der bis Ende Mai 1932 regierte. Sein Nachfolger Franz von Papen regierte hauptsächlich durch Notverordnungen und hatte nur wenige Unterstützer. Die Juliwahl 1932 brachte der NSDAP erhebliche Stimmengewinne, was schließlich zur Ernennung Hitlers als Reichskanzler am 30. Januar 1933 führte.
Highlight: Die demokratischen Parteien verzichteten aus Angst vor extremistischen Kräften auf Widerstand, was paradoxerweise Hitler zugutekam.
Definition: Die Notverordnung war ein Instrument des Reichspräsidenten, das ihm erlaubte, ohne Zustimmung des Reichstags zu regieren.
Example: Der Wahlkampf 1932 war von bürgerkriegsähnlichen Zuständen geprägt, besonders nach Aktivierung der SA.
Vocabulary: Sturmabteilung (SA) - paramilitärische Kampforganisation der NSDAP
Quote: "Hitler wollte die ganze Macht, er wollte Reichskanzler werden" - dieser Machthunger charakterisierte Hitlers politische Ambitionen.


