Aufbau und Typen von Knochen
Knochengewebe ist ein widerstandsfähiges Stütz- und Bindegewebe, das Druck, Biegung und Dehnung standhält. Es besteht aus der Knochenmatrix (Kollagenes Bindegewebe und Knochensalze) sowie Knochenzellen (Osteozyten). Zusammen mit dem Knorpel bildet es das stabile Gerüst unseres Körpers.
Knochen ist lebendiges Gewebe, das sich ständig erneuert. Die komplette Erneuerung dauert etwa 10 Jahre (Turn-over-Rate). Regelmäßige Bewegung und gesunde Ernährung sind wichtig für die Knochenfestigkeit.
Es gibt verschiedene Knochentypen: Lange Knochen (Röhrenknochen), kurze Knochen (wie Handwurzelknochen), platte Knochen (Brustbein, Schulterblatt), Sesambeine (Kniescheibe) und unregelmäßige Knochen (wie Gehörknöchelchen).
Ein Röhrenknochen ist aus mehreren Abschnitten aufgebaut. Die Enden heißen Epiphysen (mit hyalinem Knorpel), dazwischen liegt die Diaphyse (Schaft). Die Übergangsbereiche sind die Metaphysen. Die äußere Schicht bildet die feste Substantia compacta, innen findet sich die schwammartige Substantia spongiosa. Im Inneren liegt die Knochenmarkhöhle mit blutbildendem Mark.
Gut zu wissen: Die Knochenhaut (Periost) ist schmerzempfindlich, da sie sensibel innerviert ist. Sie umgibt den gesamten Knochen außer am Gelenkknorpel und erfüllt wichtige Ernährungs- und Schutzfunktionen.
Die Ossifikation (Knochenbildung) erfolgt auf zwei Arten: Bei der direkten Verknöcherung (desmale Ossifikation) wandeln Osteoblasten embryonales Bindegewebe in Knochengewebe um. Bei der indirekten Verknöcherung (chondrale Ossifikation) entwickeln sich Knochen aus hyalinem Knorpel.





































