Graphen gebrochen rationaler Funktionen
Gebrochen rationale Funktionen sind Brüche aus zwei Polynomen: . Diese Funktionen begegnen dir ständig in Klausuren, also lohnt es sich, das System dahinter zu verstehen.
Der erste Schritt ist immer das Faktorisieren. Dann bestimmst du die Definitionsmenge: . Die Nullstellen des Nenners sind deine Definitionslücken - dort ist die Funktion nicht definiert.
Bei Polstellen schießt der Graph ins Unendliche. Du erkennst sie daran, dass . Polstellen ungerader Ordnung (1., 3., 5.) haben einen Vorzeichenwechsel, bei gerader Ordnung (2., 4., 6.) bleibt das Vorzeichen gleich.
Hebbare Definitionslücken sind wie "Löcher" im Graphen - dort existiert ein endlicher Grenzwert. Für das Verhalten im Unendlichen vergleichst du die Grade von Zähler und Nenner: z < n ergibt eine waagrechte Asymptote bei y = 0, z = n + 1 eine schräge Asymptote.
Tipp: Zeichne dir immer zuerst die Asymptoten ein - sie geben dem Graphen seine Grundstruktur!
Differenzieren verstehen
Der Differenzenquotient gibt die mittlere Steigung zwischen zwei Punkten an. Der Differenzialquotient ist der Grenzwert davon und zeigt die momentane Steigung an einem Punkt.
Eine Funktion ist differenzierbar, wenn dieser Grenzwert existiert. Die Ableitung ist dann die Tangentensteigung am Punkt .
Nicht differenzierbar sind Funktionen an Stellen mit Knicken (wie bei x = 0) oder senkrechten Tangenten (wie bei x = 0). Bei der Betragsfunktion stimmen links- und rechtsseitiger Grenzwert nicht überein.
Die Ableitung verrät dir viel über das Verhalten der Funktion: bedeutet steigend, fallend, waagrechte Tangente.
Merkregel: Die Stammfunktion ist das "Gegenteil" der Ableitung - wenn , dann ist F eine Stammfunktion von f!









