Gebrochen rationale Funktionen
Eine gebrochen rationale Funktion lässt sich als Quotient zweier Polynome darstellen: . Dabei ist der Zähler und der Nenner. Ein Beispiel dafür ist .
Bei diesen Funktionen gibt es Definitionslücken, die auftreten, wenn der Nenner gleich Null wird. An diesen Stellen ist die Funktion nicht definiert. Der Definitionsbereich solcher Funktionen ist daher , wobei die Nullstellen des Nenners sind.
Wir unterscheiden zwei Arten von Definitionslücken:
- Polstellen - Definitionslücken, bei denen die Funktionswerte gegen unendlich laufen
- Hebbare Lücken - Definitionslücken, die durch Kürzen behoben werden können
💡 Merke: Bei einer Polstelle wird der Funktionswert unendlich, bei einer hebbaren Lücke (auch "Loch" genannt) kannst du den Funktionsterm kürzen!
Um Definitionslücken zu analysieren, folge diesen Schritten:
- Ermittle die Nullstellen des Nenners ()
- Setze diese x-Werte in den Zähler ein oder vergleiche mit den Nullstellen des Zählers
- Wenn Zähler ≠ 0: Polstelle; wenn Zähler = 0: hebbare Lücke
Bei Polstellen spielt der Grad des Nennerpolynoms eine wichtige Rolle:
- Bei ungeradem Nennergrad gibt es einen Vorzeichenwechsel
- Bei geradem Nennergrad bleibt das Vorzeichen erhalten
Die Nullstellen der Funktion findest du durch Nullsetzen des Zählerpolynoms: . Aber Vorsicht: Wenn eine Nullstelle des Zählers gleichzeitig eine Nullstelle des Nenners ist, handelt es sich um eine hebbare Lücke.
Bei der Untersuchung waagerechter Asymptoten betrachten wir den Grenzwert der Funktion für und , um das Verhalten der Funktion im Unendlichen zu verstehen.


























