Mathe-Analysis kann erstmal überwältigend aussehen, aber eigentlich ist es nur...
Mathevorschau Abitur Hessen 2025: Zusammenfassung aller Themen











Lineare Funktionen - Die Basics
Lineare Funktionen sind dein Einstieg in die Analysis und funktionieren nach dem Schema f = mx + n. Das m ist die Steigung, das n der y-Achsenabschnitt.
Die Steigung berechnest du mit dem Steigungsdreieck: m = Δy/Δx. Positive Steigung bedeutet die Gerade steigt, negative bedeutet sie fällt. Bei m = 0 hast du eine waagerechte Linie.
Parallele Geraden haben identische Steigungen, orthogonale Geraden erfüllen die Bedingung m₁ · m₂ = -1. Für Schnittpunkte mit den Achsen setzt du einfach f = 0 (x-Achse) oder x = 0 (y-Achse).
Tipp: Der Steigungswinkel α lässt sich mit tan⁻¹ berechnen. Bei negativer Steigung rechnest du 180° - |α|.

Quadratische Funktionen verstehen
Quadratische Funktionen erscheinen in drei verschiedenen Formen, die alle ihre Vorteile haben. Die Scheitelpunktform f = a² + d zeigt dir sofort den Scheitelpunkt (c|d).
Der Parameter a bestimmt die Öffnung: a > 0 nach oben, a < 0 nach unten. |a| > 1 streckt die Parabel, |a| < 1 staucht sie. Die Parameter c und d verschieben horizontal bzw. vertikal.
Für die quadratische Ergänzung nimmst du die Hälfte des linearen Koeffizienten, quadrierst sie und addierst/subtrahierst entsprechend. Die pq-Formel hilft bei der Nullstellenberechnung: x = -p/2 ± √.
Merke: Bei zwei Nullstellen liegt der Scheitelpunkt genau in der Mitte zwischen beiden - das spart oft Rechenzeit!

Trigonometrische Funktionen
Sinus und Kosinus sind periodische Funktionen mit der Periode 2π. Sie schwingen zwischen -1 und +1 und basieren auf dem Einheitskreis.
Die Sinusfunktion ist punktsymmetrisch zum Ursprung, die Kosinusfunktion achsensymmetrisch zur y-Achse. Wichtige Werte solltest du auswendig kennen: sin(0) = 0, sin = 1, cos(0) = 1, cos = 0.
Potenzfunktionen der Form f = xⁿ verhalten sich je nach Exponent unterschiedlich. Gerade Exponenten sind achsensymmetrisch, ungerade punktsymmetrisch. Negative Exponenten erzeugen Hyperbeln.
Setup-Tipp: Stelle deinen Taschenrechner auf Bogenmaß (rad) um - das ist in der Analysis Standard!

Ganzrationale Funktionen analysieren
Bei ganzrationalen Funktionen bestimmt der höchste Exponent den Grad und das Globalverhalten. Der Leitkoeffizient (Faktor vor der höchsten Potenz) entscheidet über die Richtung.
Für Nullstellen setzt du f = 0 und wendest Verfahren wie Substitution oder den Satz vom Nullprodukt an. Bei komplizierteren Termen hilft oft das Ausklammern.
Extremstellen findest du über f' = 0, Wendepunkte über f'' = 0. Die zweite Ableitung verrät dir auch, ob es sich um Maximum (f'' < 0) oder Minimum (f'' > 0) handelt.
Praxis-Trick: Das Globalverhalten erkennst du schnell: Grad ungerade = verschiedene Richtungen, Grad gerade = gleiche Richtungen für ±∞.

Kurvendiskussion Step by Step
Eine vollständige Kurvendiskussion folgt einem festen Schema. Starte mit Definitionsbereich und Symmetrie, dann Nullstellen und Achsenschnittpunkte.
Extrema berechnest du mit f' = 0 und checkst das Ergebnis mit f''. Wendepunkte ergeben sich aus f'' = 0. Das Globalverhalten leitest du vom höchsten Term ab.
Bei Sattelpunkten gilt: Wendepunkt + waagerechte Tangente (f' = 0 an derselben Stelle). Das ist ein Spezialfall, den du separat prüfen musst.
Struktur-Tipp: Arbeite systematisch - eine vergessene Ableitung kann deine ganze Kurvendiskussion durcheinanderbringen.

Anwendungen der Ableitung
Ableitungen sind dein Werkzeug für lokale Steigungen und Tangentengleichungen. Für eine Tangente im Punkt P(x₀|f(x₀)) brauchst du m = f'(x₀) und die Punkt-Steigungsform.
Schnittwinkel zwischen zwei Funktionen berechnest du über α = |arctan|. Berührpunkte haben gleiche Funktionswerte UND gleiche Steigungen.
Normalengleichungen stehen senkrecht zur Tangente, also gilt mₙ = -1/m. Das Globalverhalten hängt vom Grad und Leitkoeffizienten ab - bei ungeraden Graden gehen die Äste in verschiedene Richtungen.
Wichtig: Schnittwinkel sind immer ≤ 90°. Falls dein Ergebnis größer ist, rechne 180° minus dein Ergebnis.

Exponentialfunktionen meistern
Exponentialfunktionen der Form f = a·eˣ beschreiben exponentielles Wachstum (a > 0) oder Zerfall (a < 0). Die natürliche Exponentialfunktion eˣ ist dabei besonders wichtig.
Die Transformationen funktionieren wie bei anderen Funktionen: a streckt/staucht vertikal, c verschiebt horizontal, d verschiebt vertikal. Die Asymptote liegt bei y = d.
Den Wachstumsfaktor erkennst du durch den Quotiententest: Teile aufeinanderfolgende y-Werte. Ist der Quotient konstant, liegt exponentielles Wachstum vor.
Merke: eˣ wird niemals null! Bei Nullstellen von Produkten gilt daher nur der andere Faktor null (Satz vom Nullprodukt).

Ableitungs- und Integrationsregeln für e-Funktionen
Die Ableitung von eˣ ist wieder eˣ - das macht e-Funktionen so praktisch. Bei zusammengesetzten Funktionen wendest du die Kettenregel an: (eᵍ⁽ˣ⁾)' = g'·eᵍ⁽ˣ⁾.
Für Produkte mit e-Funktionen nutzt du die Produktregel: (u·v)' = u'·v + u·v'. Bei Gleichungen mit eˣ isolierst du oft den e-Term und wendest den Logarithmus an.
Grenzwerte bei e-Funktionen: e⁻ˣ → 0 für x → ∞, eˣ → ∞ für x → ∞. Bei verschobenen Funktionen bestimmt die Verschiebung d den Grenzwert.
Lösungsstrategie: Bei e-Gleichungen erst isolieren, dann logarithmieren. Bei Produkten den Nullprodukt-Satz anwenden.

Integration und Stammfunktionen
Stammfunktionen von e-Funktionen findest du durch partielles Integrieren oder Koeffizientenvergleich. Für ∫eˣ dx gilt einfach eˣ + C.
Bei Produkten wie ·eˣ nutzt du den Ansatz F = ·eˣ und bestimmst c und d durch Ableiten und Vergleichen mit der ursprünglichen Funktion.
Die Potenzgesetze helfen bei komplizierteren Exponentialtermen: aⁿ·aᵐ = aⁿ⁺ᵐ, aⁿ/aᵐ = aⁿ⁻ᵐ, (aⁿ)ᵐ = aⁿ·ᵐ.
Kontroll-Trick: Leite deine Stammfunktion ab - sie muss die ursprüngliche Funktion ergeben.

Funktionsrekonstruktion
Bei der Rekonstruktion stellst du aus gegebenen Bedingungen die Funktionsgleichung auf. Anzahl der Unbekannten = Anzahl der Bedingungen - das ist dein Grundprinzip.
Punkte auf dem Graphen ergeben f(x₀) = y₀. Extremstellen bedeuten f'(x₀) = 0, Wendestellen f''(x₀) = 0. Du löst das entstehende Gleichungssystem am besten mit dem Taschenrechner.
Die Scheitelpunktform f = a² + yₛ ist praktisch, wenn du den Scheitelpunkt kennst. Die Produktform f = ax-x₁$$x-x₂ nutzt du bei bekannten Nullstellen.
Systematik: Schreibe alle Bedingungen sauber auf, bevor du das Gleichungssystem aufstellst - das verhindert Flüchtigkeitsfehler.
Wir dachten schon, du fragst nie...
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Tipp: Der Steigungswinkel α lässt sich mit tan⁻¹ berechnen. Bei negativer Steigung rechnest du 180° - |α|.

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