Die Gauß'sche Glockenkurve und e-Funktionen sind zwei zentrale Themen in... Mehr anzeigen
Abi-Mathe-Lernzettel: Wichtige Konzepte und Formeln











Gauß'sche Glockenkurve - Die Basics
Stell dir vor, du misst die Körpergröße aller Schüler deiner Stufe - das Ergebnis würde wahrscheinlich wie eine Glocke aussehen! Die Normalverteilung beschreibt genau solche natürlichen Verteilungen.
Die Standard-Normalverteilung hat ihren Höchstpunkt bei μ = 0 und eine Standardabweichung σ = 1. Die Formel sieht kompliziert aus, aber das Maximum liegt immer beim Erwartungswert μ, und die Wendepunkte findest du bei μ ± σ.
Das Geniale an der Sigma-Regel: 68,2% aller Werte liegen im 1σ-Intervall, 95,4% im 2σ-Intervall und 99,73% im 3σ-Intervall. Je breiter das Intervall, desto höher die Wahrscheinlichkeit - logisch, oder?
Merktipp: Die Kurve ist perfekt symmetrisch und läuft asymptotisch gegen die x-Achse - sie berührt sie nie!

Normalverteilung vs. Binomialverteilung
Der große Unterschied liegt in diskret vs. stetig: Bei der Binomialverteilung zählst du einzelne Ereignisse (Münzwürfe, Personen), bei der Normalverteilung misst du kontinuierliche Werte (Größe, Gewicht, Zeit).
μ verschiebt die gesamte Kurve nach links oder rechts, während σ bestimmt, wie steil oder flach sie verläuft. Kleines σ = steile Kurve, großes σ = flache Kurve. Das ist wie bei einem Berg: schmaler Gipfel oder breiter Hügel.
Bei stetigen Verteilungen gibt es keine Einzelwahrscheinlichkeiten - P ist immer 0! Du rechnest nur mit Intervallwahrscheinlichkeiten wie P(2 ≤ X ≤ 3).
Praxistipp: Merke dir die e-Funktion ist immer positiv, deshalb sind alle y-Werte der Normalverteilung größer als null!

Dichtefunktion und Berechnungen
Die Dichtefunktion der Normalverteilung sieht komplex aus, aber du musst sie nicht auswendig lernen - wichtig ist das Verständnis. Sie hat keine Einzelwahrscheinlichkeiten, weil das Integral von a bis a immer null ergibt.
Für Berechnungen am Taschenrechner verwendest du ncd(untere Grenze, obere Grenze, σ, μ) wenn alle Werte gegeben sind. Ist eine Grenze gesucht, nutzt du InvNorm mit der gegebenen Wahrscheinlichkeit.
Die erste und zweite Ableitung der Dichtefunktion helfen dir, Extrema und Wendepunkte zu finden - das brauchst du für Kurvendiskussionen.
GTR-Tipp: Bei gesuchten Grenzen kannst du auch das EQUA-Menü verwenden und die Gleichung lösen lassen!

Dichte- und Verteilungsfunktion
Das Wichtigste zuerst: Die Gesamtfläche unter jeder Gauß'schen Glockenkurve ist immer 1 (= 100%), egal wie sie verschoben oder gestreckt ist. Das ist ein Grundprinzip aller Wahrscheinlichkeitsverteilungen.
Die Dichtefunktion φ(x) zeigt dir die Form der Glocke und berechnet Wahrscheinlichkeiten über Flächen. Die Wendepunkte liegen bei μ ± σ, und durch die Symmetrie hat jede Hälfte 50% Wahrscheinlichkeit.
Die Verteilungsfunktion F(x) ist die Stammfunktion der Dichtefunktion und gibt direkt die Wahrscheinlichkeit P(X ≤ x) an. Ihr Wendepunkt liegt beim Erwartungswert μ der Dichtefunktion.
Lesehilfe: Bei y = 16,7% in der Verteilungsfunktion kannst du σ ablesen - das ist die Differenz zwischen μ und dem entsprechenden x-Wert!

E-Funktion Grundlagen
Die natürliche Exponentialfunktion f(x) = e^x ist eine der wichtigsten Funktionen in der Mathematik. Die eulersche Zahl e ≈ 2,718 ist irrational und taucht überall in der Natur auf.
Merke dir die wichtigsten Eigenschaften: Sie verläuft immer oberhalb der x-Achse (keine Nullstellen), hat den y-Achsenschnitt P(0|1) und besitzt keine Extrem- oder Wendepunkte. Sie wächst exponentiell ins Unendliche.
Die Grenzwerte sind entscheidend: Für x → ∞ geht e^x → ∞, für x → -∞ geht e^x → 0. Die e-Funktion und der natürliche Logarithmus ln(x) sind Umkehrfunktionen - sie entstehen durch Spiegelung an y = x.
Visualisierungstipp: Stell dir die e-Funktion wie eine Rutsche vor, die links flach anläuft und rechts steil nach oben schießt!

Transformationen der E-Funktion
Spiegelungen verändern das Aussehen grundlegend: f(x) = e^ ist an der y-Achse gespiegelt und fällt von links nach rechts. f(x) = -e^x ist an der x-Achse gespiegelt und verläuft unterhalb der x-Achse.
Verschiebungen sind intuitiv: +2 am Ende verschiebt nach oben, -2 verschiebt nach unten. Im Exponenten bewirkt +2 eine Verschiebung nach links, -2 nach rechts (Achtung: umgekehrt wie erwartet!).
Streckungen und Stauchungen funktionieren wie bei anderen Funktionen: Faktor vor der e-Funktion streckt/staucht in y-Richtung, Faktor im Exponenten streckt/staucht in x-Richtung.
Merkregel: Transformationen im Exponenten wirken "verkehrt herum" - e^ verschiebt nach links, nicht nach rechts!

Ableitungsregeln für E-Funktionen
Das Geniale an e-Funktionen: e^x abgeleitet bleibt e^x! Bei zusammengesetzten Funktionen brauchst du die Kettenregel: Die äußere Ableitung mal die innere Ableitung.
Beispiel: f(x) = e^ → f'(x) = e^ · 4. Die e-Funktion bleibt, multipliziert mit der Ableitung des Exponenten.
Für komplexere Terme nutzt du Produktregel oder Quotientenregel wie gewohnt. Bei der Aufleitung gilt: f(x) = a·e^(cx) → F(x) = ·e^(cx) - du teilst durch den Faktor im Exponenten.
Übungstipp: Übe die Kettenregel intensiv - sie ist der Schlüssel für fast alle e-Funktions-Ableitungen!

Tangentengleichungen
Tangentengleichungen haben die Form t(x) = mx + b, wobei m die Steigung und b der y-Achsenabschnitt ist. Du hast zwei Wege zur Lösung.
Handschriftlich: Berechne die Steigung m mit zwei Punkten über m = /, setze dann einen Punkt in die Tangentengleichung ein und löse nach b auf.
Mit dem GTR: Gib die Funktion ins Graph-Menü ein, dann SHIFT → SKETCH → TANGENTE → gewünschten x-Wert eingeben. Der Rechner liefert dir die komplette Tangentengleichung.
Zeitsparer: Der GTR-Weg ist in Klausuren oft schneller und fehlerfreier - nutze ihn, wenn erlaubt!

Ableitungskreis und Globalverhalten
Der Ableitungskreis für trigonometrische Funktionen: sin(x) → cos(x) → -sin(x) → -cos(x) → sin(x). Das ist ein endloser Kreislauf - merke dir die Reihenfolge!
Das Globalverhalten von e-Funktionen ist entscheidend für Grenzwertbetrachtungen. e^(+∞) = +∞ und e^(-∞) = 0 sind die Grundregeln.
Bei Brüchen im Exponenten wie e^ geht der Exponent für x → ±∞ gegen null, also geht die ganze Funktion gegen e⁰ = 1. Mit Verschiebungen wie +4 verschiebt sich auch der Grenzwert entsprechend.
Denkfehler vermeiden: Verwechsle nicht die Grenzwerte von e^x und e^ - sie verhalten sich genau umgekehrt!

Integrale mit E-Funktionen
Partielle Integration ist dein Werkzeug für Produkte mit e-Funktionen. Die Formel: ∫u·v' dx = u·v - ∫u'·v dx. Wähle u so, dass u' einfacher wird.
Bei ∫x·eˣ dx setzt du u = x und v' = eˣ . Das vereinfacht das Integral schrittweise.
Für kompliziertere Terme wie ∫x²·eˣ dx musst du partielle Integration zweimal anwenden. Jeder Schritt reduziert den Grad von x um eins, bis nur noch eˣ übrig bleibt.
Strategietipp: Bei xⁿ·eˣ brauchst du n-mal partielle Integration - plane entsprechend Zeit ein!
Wir dachten schon, du fragst nie...
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Tangentengleichungen
Tangentengleichungen haben die Form t(x) = mx + b, wobei m die Steigung und b der y-Achsenabschnitt ist. Du hast zwei Wege zur Lösung.
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