Erziehung in der NS-Zeit

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Dana :)

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Erziehung in der NS-Zeit

 Lernzettel: Erziehung im Nationalsozialismus
Grundprinzipien der NS-Erziehung:
Das Führerprinzip
-werden von Ihresgleichen
angeführt
-Jugen

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Lernzettel: Erziehung im Nationalsozialismus Grundprinzipien der NS-Erziehung: Das Führerprinzip -werden von Ihresgleichen angeführt -Jugendliche konnten in BD; und HJ aufsteigen (→ vom Pimpf zum Führer & vom Mädel zur BDM-Führerin) -Gehorsam gegenüber Führer und Vorgesetztem ➜ „koste es, was es wolle" -Hierarchie: beginnt ganz unten und endet bei Hitler Das Rasseprinzip Gemeinschaftsprinzip -,,Du bist nichts, dein Volk ist -Angehörige der arischen alles" Rasse = Herrenvolk -reinste Arier = blond & blauäugig → andere Rassen sind minderwertig -Rasseherkunft muss nachgewiesen werden -Mischlingskinder wurden auch ausgeschlossen -Arische Rasse ist allen überlegen Das - Einsatzbereitschaft/ Aufopferungsbereitschaft für Volk und Vaterland -Nicht-arische, jüdische & kranke wurden ausgeschlossen → führt zur Stärkung der NS- Volksgemeinschaft -Keine Individualität Ziele Hitlers/ der nationalsozialistischen Erziehung (Tendenz Gebrauchspädagogik) ,,Das Schwache muss weggehämmert werden" ,,Das Heranzüchten kerngesunder Körper" Ausbildung der geistigen Fähigkeiten erst an 2. Stelle → gesunder Körper wichtiger/brauchbarer als intelligenter Schwächling Willens- und Entschlusskraft Übermittlung des Gefühls, anderen überlegen zu sein Sollten nur für Krieg erzogen werden → Tugenden = Treue, Opferwilligkeit Leibeserziehung & Wehrertüchtigung Kein Individualismus Praxis der Erziehung im Nationalsozialismus: Das Kampfprinzip -Bereitschaft für Führer, Volk & Vaterland zu sterben -sportliche Ertüchtigung -Überlebenstraining → z.B. schießen & werfen mit Handgranaten -Findigkeit in Geländemärschen mit Tarnungs- und Orientierungsübungen -,,Zäh wie Leder, flink wie Windhunde und hart wie Kruppstahl" -Mutproben aller Art Alle Parteien, Institutionen & Verbände wurden gleichgeschaltet Jungen gingen zum Jungvolk & später zur Hitlerjugend → spätere Verpflichtung Mädchen gingen zum Jungmädel & später zum Bund deutscher Mädel → spätere Verpflichtung Nur in HJ/BDM war es noch möglich Vereinen beizutreten Jugendorganisationen: Bund deutscher Mädel (1931) -Mädchen sollten Verantwortung für Zukunft des deutschen Volkes übernehmen & dessen...

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rassische „Reinheit" -als Frauen und Mütter die Familie organisieren -körperliche Übungen und Sport -Mitgliedschaft ab 1939/1940 verpflichtend von 14-17 J. → 17-21 J. in Sondereinheiten (,,Glaube & Schönheit") -Mädchen (10-14 J.) → Jungmädelbund -Massenaufführungen der BDM-Tänzerinnen - Jedes Mädchen soll eine abgeschlossene Berufsausbildung haben. Um nützlich zu sein, solange sie keine Ehefrau/Mutter ist → Gläubige Anhängerinnen der NS-Bewegung werden & sich in Gehorsam, Pflichterfüllung, Disziplin & Opferbereitschaft üben → Heranbildung der kommenden Mütter ,,erbgesunder" Kinder Hitlerjugend -spielten historische Schlachten nach -ab 1940 verpflichtend -trugen Uniformen (unterschiedlich je nach Rang) -Kameradschaft (Kamerad muss respektiert werden!), Vaterland, Ehre -Segelfliegen, Segelschifffahrten, Radsport, Motorboot- Sport -Marine-HJ, Motor-HJ, Flieger-HJ -Verpflichtungen für praktischen Dienst (1 So./Monat) -besondere Dienste (Wettkämpfe, Ernte-Einsätze, Gesundheitsdienste) - Bewegung, Sport, Spiele, Wettkämpfe, Abenteuer → attraktive Freizeitangebote (militärische Zwecke) - wurden während Treffen mit NS-Ideologie indoktriniert - schulisch gelerntes wurde hier angewendet - Begeisterung der Jugendlichen wurde oft ausgenutzt wurden oft in gefährliche Situationen gebracht - anschließend oft Reichsarbeitsdienst oder wurden Teil von NS-Organisationen (NSDAP, SA, SS) -„Jugend muss durch Jugend geführt werden“ ➜ Prinzip der Selbstführung alle hatten die gleichen Möglichkeiten (auch sozial schwächere) -vermeintliche Aufwertung der Jugend → vermeintlich ernst genommen -Baldur von Schirach nutze Wunsch nach klassenloser ,,Volksgemeinschaft" -medizinische Reihenuntersuchungen → bei nicht erfüllen wurde man ausgeschlossen -immer mehr Jugendliche empfanden HJ/BDM als unattraktiv → schaffen von musischer/kultureller Differenzierung (Musikschulen ab 1937) Erklärungsversuche des Erfolgs der NS- Erziehung: Widerstand und Ablehnung waren mit Risiken verbunden ,,Positive Aspekte“ In Familien & Schulen dominierte in 20er & 30er Jahren einseitig autoritärer Erziehungs- und Führungsstil → Kinder mussten gehorchen & lernten sich kritiklos zu unterwerfen Damalige Tugenden waren das Erfüllen angewiesener Aufgaben & Gehorsam Attraktive Angebote für die Jugendlichen Keine eigene Identitätsentwicklung/ Individualismus Überwindung von Trennung von Bildung und Erziehung Mädchen sollten eine abgeschlossene Berufsausbildung haben (jedoch in Frauenberufen) Reihenuntersuchungen (HJ), sodass auch finanziell schwache eine Behandlung erhalten haben Schule in der NS-Zeit: Themen Allgemeines Machtübernahme an Schulen Umerziehung der Lehrer Neue Lehrpläne & Richtlinien Vereinheitlichung des Schulsystems -nationalsozialistische Ideologie war Fundament des Unterrichts -Individualität wird nicht geduldet -es gab nur noch 3 Schultypen (neusprachliche, naturwissenschaftliche, humanistische) → sprachliche & hauswirtschaftliche Form für Mädchen gedacht -1933 wurden Hitlerschulen für Elite errichtet → z.B. Napola Änderung im Stundenplan Inhalt -Ziel schulischer Bildung = Vorbereitung auf die kritiklose Teilnahme im nationalsozialistischen Deutschland Rassismus in der Schule -Hinterfragen/diskutieren im Unterricht war nicht vorgesehen -durch Bildung sollte immer auch erzogen werden -Vorrang der Politik vor Pädagogik -mit NS-Zeit endet die Reformpädagogik -aktiver Unterricht durch Frontalunterricht ersetzt -hierarchische Formen auch an Schulen -Schule/Unterricht nicht im Interesse der Schüler sondern der Nationalsozialisten -Deutsche Lehrer sind auch Erzieher -erzieherische Arbeit wurde als politische Aufgabe verstanden -Lehrer konnten vereinzelt indirekt auf Widersprüche aufmerksam machen -Biologie = Rassenkunde, Wesen der Blutreinheit, Erkennung minderwertiger Rassen & dessen Gefahr -Geschichte = Hitler als größter Deutscher dargestellt, Wehr- und Militärgeschichte -Mathe = Kosten Aufbringung des Staates für Kranke/Behinderte -Geografie = Notwendigkeit & Legitimität der Expansion Deutschlands -Einfluss der Verlage auf die Schulbücher wurde verringert -Einführung des Fachs Rassenkunde -Lehrplan wurde gekürzt → Jugendliche sollten nicht mit Inhalten belastet werden, die sie nicht brauchten -ab 1934 Staatsjugendtag → endete 1937 -Schule & HJ versuchten Schülern, die nicht Jungvolk angehörten national politische Belehrung & Werk- und Sportunterricht beizubringen -Sportunterricht am wichtigsten (5h/Woche) → bei Versagen konnte man der Schule verwiesen werden -Jüdische Schüler & Lehrer wurden der Schule verwiesen und mussten auf Sonderschulen Bezug auf andere pädagogische Konzepte/Theorien: Pädagoge/Theorie Sigmund Freud →psychoanalytischer Erklärungsversuch Erik H. Erikson →Identität vs. Identitätsdiffusion (psychosozial) Klaus Hurrelmann →mangelnde produktive Realitätsverarbeitung (sozialisationstheoretisch) Adorno Bezug auf NS-Erziehung -Ausbildung des menschlichen Gewissens (Über-Ich) in frühen Lebensjahren → Autorität Hitlers und Strafe waren im Über-Ich verankert -laut Adorno ist Gewissen zunächst fremdbestimmt und erst mit Krise der Pubertät löst sich der Jugendliche von der Autorität der Eltern Wird gefördert durch Freundeskreise, Bücher, etc. Phase notwendig um autonomes Gewissen auszubilden →Wurde in NS-Zeit enorm erschwert, waren es gewohnt sich den Eltern unterzuordnen ➜es entstand unterbewusster Wunsch selbst stark zu sein & zu herrschen -> Nationalsozialisten gaben ihnen Gefühl wichtig und stark zu sein ➜durften Juden als minderwertig ansehen, da sie die bessere Rasse waren = Identifikation mit dem Aggressor (unbewusst eigene Aggressionen ausblenden) -Mitgliedschaft des BDM und der HJ trafen Jugendlichen in der Phase der Adoleszenz -Probleme bei der Bewältigung der Entwicklungsaufgaben im Jugendalter → wenig Unterstützung -in Jugendphase werden Jugendlichen darauf vorbereitet vollwertigen Platz in der Gesellschaft einzunehmen & Persönlichkeit ausbilden ➜ Kann bei starkem Druck wie im Nationalsozialismus zu Krise kommen →Jugendliche mussten sich Werten & Normen der HJ unterordnen →Kreativität und Eigeninitiative wurden unterdrückt -> Individualismus unerwünscht -Wenn Individualismus nicht genug ausgebildet ist, tendieren Jugendliche dazu, sich Gruppen unterzuordnen (→HJ, BDM) →Führerprinzip störte Entwicklung von Identität enorm →Zwang die Eltern verraten zu müssen führte zu Schuldgefühlen -Persönlichkeitsentwicklung durch produktive Verarbeitung der inneren- und äußeren Realität (produktiv = aktive Auseinandersetzung) -Bewältigung der Entwicklungsaufgaben (durch personale & soziale Ressourcen) → Entwicklung der Ich-Identität Qualifizieren (aktive berufliche Tätigkeit) →Berufliche Wege waren quasi vorgegeben Binden (emotional von Eltern ablösen & Geschlechtsidentität entwickeln) →Partnerwahl stark eingeschränkt (keine Homosexualität, keine Juden) Konsumieren (Umgang mit finanziellen Ressourcen) →in HJ & BDM nur geringe immaterielle Möglichkeiten Partizipieren (Verantwortung für sich & Gesellschaft übernehmen) →war nicht erwünscht -Sozialisationsprozess kann im Jugendalter Krisenhafte Formen annehmen -Menschen waren psychologisch nicht bereit selbst zu bestimmen -Gewalt in Erziehung → Rächen für Schmerz -nur auf eigene Vorteile bedacht -blinde Autorität -Wut gegen Schwache -Destruktive Dimensionen -Unfähigkeit zur Identifikation -Wendung als Subjekt → Mechanismen erkennen & aufweisen -allgemeine Aufklärung/Bildung -Autonomie/Selbstreflexion -Ängste nicht verdrängen →Vorbeugung totalitärer Regime durch Erziehung zu Autonomie & Selbstbestimmung

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Das Führerprinzip
-werden von Ihresgleichen
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Vielen Dank, wirklich hilfreich für mich, da wir gerade genau das Thema in der Schule haben 😁

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Um nützlich zu sein, solange sie keine Ehefrau/Mutter ist → Gläubige Anhängerinnen der NS-Bewegung werden & sich in Gehorsam, Pflichterfüllung, Disziplin & Opferbereitschaft üben → Heranbildung der kommenden Mütter ,,erbgesunder" Kinder Hitlerjugend -spielten historische Schlachten nach -ab 1940 verpflichtend -trugen Uniformen (unterschiedlich je nach Rang) -Kameradschaft (Kamerad muss respektiert werden!), Vaterland, Ehre -Segelfliegen, Segelschifffahrten, Radsport, Motorboot- Sport -Marine-HJ, Motor-HJ, Flieger-HJ -Verpflichtungen für praktischen Dienst (1 So./Monat) -besondere Dienste (Wettkämpfe, Ernte-Einsätze, Gesundheitsdienste) - Bewegung, Sport, Spiele, Wettkämpfe, Abenteuer → attraktive Freizeitangebote (militärische Zwecke) - wurden während Treffen mit NS-Ideologie indoktriniert - schulisch gelerntes wurde hier angewendet - Begeisterung der Jugendlichen wurde oft ausgenutzt wurden oft in gefährliche Situationen gebracht - anschließend oft Reichsarbeitsdienst oder wurden Teil von NS-Organisationen (NSDAP, SA, SS) -„Jugend muss durch Jugend geführt werden“ ➜ Prinzip der Selbstführung alle hatten die gleichen Möglichkeiten (auch sozial schwächere) -vermeintliche Aufwertung der Jugend → vermeintlich ernst genommen -Baldur von Schirach nutze Wunsch nach klassenloser ,,Volksgemeinschaft" -medizinische Reihenuntersuchungen → bei nicht erfüllen wurde man ausgeschlossen -immer mehr Jugendliche empfanden HJ/BDM als unattraktiv → schaffen von musischer/kultureller Differenzierung (Musikschulen ab 1937) Erklärungsversuche des Erfolgs der NS- Erziehung: Widerstand und Ablehnung waren mit Risiken verbunden ,,Positive Aspekte“ In Familien & Schulen dominierte in 20er & 30er Jahren einseitig autoritärer Erziehungs- und Führungsstil → Kinder mussten gehorchen & lernten sich kritiklos zu unterwerfen Damalige Tugenden waren das Erfüllen angewiesener Aufgaben & Gehorsam Attraktive Angebote für die Jugendlichen Keine eigene Identitätsentwicklung/ Individualismus Überwindung von Trennung von Bildung und Erziehung Mädchen sollten eine abgeschlossene Berufsausbildung haben (jedoch in Frauenberufen) Reihenuntersuchungen (HJ), sodass auch finanziell schwache eine Behandlung erhalten haben Schule in der NS-Zeit: Themen Allgemeines Machtübernahme an Schulen Umerziehung der Lehrer Neue Lehrpläne & Richtlinien Vereinheitlichung des Schulsystems -nationalsozialistische Ideologie war Fundament des Unterrichts -Individualität wird nicht geduldet -es gab nur noch 3 Schultypen (neusprachliche, naturwissenschaftliche, humanistische) → sprachliche & hauswirtschaftliche Form für Mädchen gedacht -1933 wurden Hitlerschulen für Elite errichtet → z.B. 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Erikson →Identität vs. Identitätsdiffusion (psychosozial) Klaus Hurrelmann →mangelnde produktive Realitätsverarbeitung (sozialisationstheoretisch) Adorno Bezug auf NS-Erziehung -Ausbildung des menschlichen Gewissens (Über-Ich) in frühen Lebensjahren → Autorität Hitlers und Strafe waren im Über-Ich verankert -laut Adorno ist Gewissen zunächst fremdbestimmt und erst mit Krise der Pubertät löst sich der Jugendliche von der Autorität der Eltern Wird gefördert durch Freundeskreise, Bücher, etc. Phase notwendig um autonomes Gewissen auszubilden →Wurde in NS-Zeit enorm erschwert, waren es gewohnt sich den Eltern unterzuordnen ➜es entstand unterbewusster Wunsch selbst stark zu sein & zu herrschen -> Nationalsozialisten gaben ihnen Gefühl wichtig und stark zu sein ➜durften Juden als minderwertig ansehen, da sie die bessere Rasse waren = Identifikation mit dem Aggressor (unbewusst eigene Aggressionen ausblenden) -Mitgliedschaft des BDM und der HJ trafen Jugendlichen in der Phase der Adoleszenz -Probleme bei der Bewältigung der Entwicklungsaufgaben im Jugendalter → wenig Unterstützung -in Jugendphase werden Jugendlichen darauf vorbereitet vollwertigen Platz in der Gesellschaft einzunehmen & Persönlichkeit ausbilden ➜ Kann bei starkem Druck wie im Nationalsozialismus zu Krise kommen →Jugendliche mussten sich Werten & Normen der HJ unterordnen →Kreativität und Eigeninitiative wurden unterdrückt -> Individualismus unerwünscht -Wenn Individualismus nicht genug ausgebildet ist, tendieren Jugendliche dazu, sich Gruppen unterzuordnen (→HJ, BDM) →Führerprinzip störte Entwicklung von Identität enorm →Zwang die Eltern verraten zu müssen führte zu Schuldgefühlen -Persönlichkeitsentwicklung durch produktive Verarbeitung der inneren- und äußeren Realität (produktiv = aktive Auseinandersetzung) -Bewältigung der Entwicklungsaufgaben (durch personale & soziale Ressourcen) → Entwicklung der Ich-Identität Qualifizieren (aktive berufliche Tätigkeit) →Berufliche Wege waren quasi vorgegeben Binden (emotional von Eltern ablösen & Geschlechtsidentität entwickeln) →Partnerwahl stark eingeschränkt (keine Homosexualität, keine Juden) Konsumieren (Umgang mit finanziellen Ressourcen) →in HJ & BDM nur geringe immaterielle Möglichkeiten Partizipieren (Verantwortung für sich & Gesellschaft übernehmen) →war nicht erwünscht -Sozialisationsprozess kann im Jugendalter Krisenhafte Formen annehmen -Menschen waren psychologisch nicht bereit selbst zu bestimmen -Gewalt in Erziehung → Rächen für Schmerz -nur auf eigene Vorteile bedacht -blinde Autorität -Wut gegen Schwache -Destruktive Dimensionen -Unfähigkeit zur Identifikation -Wendung als Subjekt → Mechanismen erkennen & aufweisen -allgemeine Aufklärung/Bildung -Autonomie/Selbstreflexion -Ängste nicht verdrängen →Vorbeugung totalitärer Regime durch Erziehung zu Autonomie & Selbstbestimmung