Entstehung und das anthroposophische Menschenbild
Rudolf Steiner gründete 1919 die erste Waldorfschule in Stuttgart und entwickelte ein völlig neues Verständnis vom Menschen. Nach seiner Anthroposophie besteht der Mensch aus vier Wesensgliedern: dem physischen Leib (unser Körper), dem Ätherleib (Lebenskräfte), dem Astralleib (Gefühle und Empfindungen) und dem Ich (unser geistiger Kern).
Die kindliche Entwicklung gliedert sich in drei Jahrsiebte. Im ersten (0-7 Jahre) lernen Kinder durch Nachahmung und Vorbilder. Das zweite Jahrsiebt (7-14 Jahre) ist geprägt von Autorität und emotionalem Lernen. Ab 14 Jahren entwickeln Jugendliche ihre eigene Urteilsfähigkeit.
Merktipp: Die Jahrsiebte zeigen, dass Kinder je nach Alter völlig unterschiedlich lernen - von der Nachahmung über Gefühle bis zum eigenen Denken.
Diese Entwicklungsstufen bestimmen den gesamten pädagogischen Ansatz der Waldorfschulen.





