Die balancierende Identität nach Krappmann
Stell dir vor, du spielst ein Balancespiel zwischen dem, wer du sein willst, und dem, was andere von dir erwarten. Genau das beschreibt Krappmanns Theorie! Identität entwickelt sich durch Interaktionsprozesse mit anderen Menschen und ist ein lebenslanger Prozess.
Krappmann baut auf Meads Theorie des symbolischen Interaktionismus auf. Wir balancieren ständig zwischen zwei Extremen: phantom-uniqueness (der Wunsch, einzigartig zu sein) und phantom-normalcy (der Wunsch, dazuzugehören). Diese Balance nennt er Identitätsbalance.
Um diese Balance erfolgreich zu meistern, brauchen wir vier wichtige Fähigkeiten:
- Rollendistanz: Die Fähigkeit, sich kritisch mit den eigenen Rollen auseinanderzusetzen
- Empathie: Die Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen
- Ambiguitätstoleranz: Die Fähigkeit, Widersprüche auszuhalten
- Identitätsdarstellung: Die Fähigkeit, die eigene Persönlichkeit zu präsentieren
💡 Diese Fähigkeiten entwickeln sich nicht über Nacht! Sie werden in einem langen Prozess erworben und können nicht einfach durch gezieltes Training antrainiert werden.



























