Schule und Jugendorganisationen unter dem NS-Regime
Die Schule wurde komplett umgekrempelt: Viel mehr Sportunterricht, neue nationalistische Schultypen und die Gleichschaltung der Lehrer. Das Schulsystem wurde vereinheitlicht und der Einfluss der Kirchen stark beschränkt. Frontalunterricht herrschte vor – eigene Meinungen waren unerwünscht.
Alle Fächer bekamen eine nationalsozialistische Prägung: In Biologie lerntest du Rassenkunde, in Geschichte die angebliche Überlegenheit der "arischen Rasse". Sogar Matheaufgaben handelten vom NS-Staat. Der Werkunterricht bereitete auf den Krieg vor.
Die Hitler-Jugend hatte 8,7 Millionen Mitglieder und kontrollierte die komplette Freizeit. Jungen sollten zu starken Soldaten werden, Mädchen im Bund deutscher Mädel auf die Mutterrolle vorbereitet werden. Beide Organisationen verlangten die Unterordnung des Ichs unter die Gemeinschaft.
Krass, oder? Selbst Lieder, Feiern und Freizeitlager wurden ideologisch missbraucht. Es gab keinen Bereich, in dem Jugendliche frei von NS-Propaganda waren.