Das Fallbeispiel Klaus
Klaus zeigt mit seinen acht Jahren deutliche Verhaltensstörungen, die seine Eltern beunruhigen. Er beißt sich die Wangenhäute blutig, leidet unter Alpträumen mit Hexen und Spinnen, und hat einen ausgeprägten Blinzeltick entwickelt.
In der Schule kämpft Klaus mit Übergenauigkeit und kann sich schwer entschließen, Aufgaben zu beginnen. Sein Perfektionismus führt paradoxerweise dazu, dass er wenig schafft. Seine Körperhaltung ist geduckt, der Blick gesenkt - typische Zeichen für geringes Selbstvertrauen.
Die Ursachen liegen in seiner frühen Kindheit: Als Klaus sechs Monate alt war, übernahm die strenge Großmutter seine Erziehung. Sie setzte auf harte Sauberkeitserziehung, Essenszwang und sperrte ihn bei Ungehorsam in den Keller. Klaus durfte sich nicht frei bewegen oder schmutzig machen.
Merke dir: Dieses Fallbeispiel zeigt perfekt, wie sich frühe Erziehungsfehler in späteren Verhaltensproblemen manifestieren können.

































