Das Stanford-Prison-Experiment: Der Aufbau
Stell dir vor, du bewirbst dich auf eine harmlose Zeitungsanzeige und landest in einem psychologischen Alptraum. Genau das passierte 1971 bei Zimbardos berühmtem Prison-Experiment.
Aus über 70 Bewerbern wurden 24 gesunde Studenten ausgewählt - alle psychisch stabil, keine Vorstrafen, ganz normale Jungs aus der Mittelschicht. Per Münzwurf wurden sie in Wärter und Häftlinge aufgeteilt. Wichtig: Zu Beginn gab es keinerlei Unterschiede zwischen den Gruppen.
Das "Gefängnis" entstand im Keller der Stanford Universität. Die realistische Atmosphäre war entscheidend: echte Gitterstäbe, Überwachungskameras, sogar eine winzige Isolierzelle namens "das Loch". Die Häftlinge trugen Kleider ohne Unterwäsche und Nummern statt Namen - alles darauf ausgelegt, ihre Individualität zu zerstören.
Krass aber wahr: Die Wärter bekamen kaum Anweisungen und sollten selbst Regeln entwickeln. Das wurde zum Problem.







