Geschichte und Gründungsväter der Klinischen Psychologie
Die Klinische Psychologie hat drei wichtige Gründungsväter, die das Fach entscheidend geprägt haben. Lightner Witmer gründete 1896 die erste "Psychologische Klinik" und behandelte Kinder mit Lernproblemen - er war also der erste, der Theorie und Praxis verknüpfte.
Emil Kraepelin übertrug experimentelle Methoden auf psychiatrische Fragen und entwickelte ein Klassifikationssystem für psychische Krankheiten, das fast 100 Jahre lang gültig blieb. Sigmund Freud betonte hingegen die Bedeutung von sozialen Einflüssen und Kindheitserfahrungen für psychische Störungen.
Das Scientist-Practitioner-Modell prägt die Ausbildung bis heute: Klinische Psychologen sollen sowohl wissenschaftlich arbeiten als auch praktisch tätig sein können. Die Nähe zur Medizin, besonders zur Psychiatrie, ist heute stärker als früher.
Merktipp: Die drei Gründungsväter stehen für drei verschiedene Ansätze - Witmer für Praxis, Kraepelin für Klassifikation und Freud für Tiefenpsychologie.











