Die Vielfalt biblischer Gottesbilder
Die Bibel steckt voller Widersprüche, die eigentlich gar keine sind. Einerseits verbietet sie strikt, sich von Gott ein Bild zu machen - andererseits wimmelt sie nur so vor Gottesbildern und -vorstellungen.
Diese scheinbare Verwirrung hat einen wichtigen Grund: Die verschiedenen Bilder entstehen aus echten Gotteserfahrungen der Menschen. Sie umkreisen Gottes Wirklichkeit, ohne ihn festzunageln. Gott wird als Naturphänomen, Tier oder Mensch beschrieben - sogar weibliche Bilder tauchen auf, wie die Analogie zwischen Gottes Liebe und der Liebe einer Mutter zu ihrem Kind.
Verboten sind nur dreidimensionale Statuen, weil sie Gott definieren und begrenzen würden. Die Bildvielfalt soll Gläubige davor bewahren, Gott auf eine einzige Vorstellung festzulegen.
💡 Merktipp: Die Gottesbilder sind wie verschiedene Perspektiven auf einen Berg - jede zeigt etwas Wahres, aber keine zeigt alles.































