Andorra - Überblick und Handlung
Stell dir vor, dein ganzes Leben basiert auf einer Lüge. Genau das passiert Andri in diesem Drama von Max Frisch. Die Geschichte spielt sich in 12 Bildern ab und zeigt, wie Vorurteile eine ganze Gesellschaft vergiften können.
Andri wächst in der Überzeugung auf, er sei ein adoptierter Jude. Sein Vater, der Lehrer Can, hat diese Lüge erfunden, um zu verbergen, dass Andri sein leiblicher Sohn mit einer Frau aus dem "Land der Schwarzen" ist. Diese Lüge wird zum Verhängnis für alle Beteiligten.
Die Macht der Vorurteile wird besonders deutlich, als der Tischler Andri wegen seiner vermeintlich jüdischen Herkunft benachteiligt. Obwohl Andri einen stabilen Stuhl baut, wird er für den kaputten Stuhl des Gesellen verantwortlich gemacht. So lernt Andri, sich selbst durch die Augen der Vorurteile zu sehen.
💡 Wichtig: Das "Andorra" im Stück ist erfunden - es steht symbolisch für jede Gesellschaft, in der Vorurteile und Wegschauen herrschen.
Am Ende kommt die Wahrheit ans Licht, aber es ist zu spät. Andri wird bei der "Judenschau" abgeführt und hingerichtet, während alle tatenlos zusehen. Der Lehrer bringt sich um, Barblin verliert den Verstand.