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Friedrich Schiller - Kabale und Liebe

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 friedrich Schiller
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DATEN ZUM WERK.
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friedrich Schiller -kabale und liebe- -> -> -> DATEN ZUM WERK. -> zwei Tage nach der Uraufführung wurde das Drama in Anwesenheit Schillers erstmals in Mannheim gezeigt Titel: Kabale und Liebe -> Gattung: bürgerliches Trauerspiel Originalsprache: Deutsch Autor: Johann Christoph Friedrich Schiller Erscheinungsjahr: 1782-83 Erstdruck: Januar 1784 Uraufführung: 13. April 1784 Ort der Uraufführung: Frankfurt am Main Epoche: Sturm und Drang Ort und Zeit der Handlung: kleines deutsches Fürstentum im 18. Jahrhundert Schiller hatte mit seinem Stück den Nerv des Theaterpublikums getroffen portraitierte nicht nur Ständegesellschaft, sondern zugleich eine Liebesgeschichte mit tragischem Ausgang gestaltet, die die Herzen berührten beides wird im Titel angedeutet -> „Kabale" weist auf die Adelsgesellschaft hin, die ihre gesellschaftlichen Privilegien mit allen Mitteln verteidigt „Liebe" steht für die private Suche nach dem Glück, das an den starren Regeln und Zwängen der Gesellschaft scheitert fünf Jahre später wurde die Ständeordnung der Französischen Revolution erst einmal für abgeschafft erklärt 1792 wurde Schiller zum Ehrenbürger der Französischen Revolution ernannt Theaterstück von bleibender Bedeutung kein Werk stellt die gesellschaftliche Situation so realistisch, authentisch und gut nachvollziehbar dar sowohl zeitgebunden, als auch zeitlos Generationskonflikt, das Scheitern einer jungen Liebe, Gegensatz zwischen individuellen Interessen und gesellschaftlichen Normen Erster Akt: Erste Szene: Der Sohn des Präsidenten von Walter macht Luise, der Tochter des Musikers Miller, den Hof. Millers Frau freut sich über dessen Briefe und Geschenke, doch der Vater macht sich Vorwürfe, nicht schon länger energisch dagegen eingeschritten zu ein. Ihm...

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ist bewusst, dass Luise ihren adeligen Verehrer wegen des Standesunterschieds niemals heiraten kann. Deswegen will er unbedingt verhindern, dass sie durch einen leichtfertigen adeligen Verführer ihren guten Ruf verliert und sich eine Zukunft als ehrbare bürgerliche Ehefrau verbaut. Zweite Szene: Wurm tritt auf: Er ist der Sekretär des Präsidenten und möchte Luise heiraten. Luises Mutter gibt ihm deutlich zu verstehen, dass ihre Tochter mit Ferdinand von Walter nun eine viel bessere Partie in Aussicht habe. Ihr Mann weist sie dafür scharf zurecht, will aber Wurm ebenfalls nicht als Schwiegersohn haben. Er lehnt ihn schon deswegen ab, weil er Luise mithilfe des Vaters gewinnen möchte, findet ihn aber auch unsympathisch. Dritte Szene: INHOLT Nach dem Abgang Wurms kommt Luise aus der Kirche zurück. Wegen ihrer Liebe zu Ferdinand ist sie innerlich ganz aufgewühlt, weiß aber zugleich, dass die Standesschranken ihrer Liebe entgegenstehen. Vierte Szene: Ferdinands Besuch bei Luise zeigt, dass er genauso schwärmerisch verliebt ist wie sie. Dabei ist er fest entschlossen, sich über die gesellschaftlichen Grenzen hinwegzusetzen und Luise zu seiner Frau zu machen. Fünfte Szene: Der Ort wechselt von der Wohnung Millers in den »Saal beim Präsidenten«. Wurm will seine Stellung als Sekretär des Präsidenten nutzen, um Luise und Ferdinand auseinanderzubringen. Der Präsident kann anfangs nicht glauben, dass Ferdinand ernste Absichten hat. Er durchschaut, dass Wurm mit seiner Hilfe einen unerwünschten Nebenbuhler loswerden möchte. Allerdings käme ihm eine ernsthafte Beziehung Ferdinands mit einem bürgerlichen Mädchen sehr ungelegen. Der Herzog heiratet und muss seiner bisherigen Favoritin Lady Milford zum Schein den Abschied geben. Ferdinand soll sie heiraten, um den Einfluss des Vaters am Hof zu sichern. Wurm glaubt jedoch fest, dass Ferdinand nicht nur eine Ehe mit der Milford, sondern sogar mit der untadeligsten Dame des Landes ablehnen wird. Sechste Szene: Der Besuch des Hofmarschalls von Kalb kommt dem Präsidenten sehr entgegen, er macht ihn zu einem nichts ahnenden Werkzeug einer Intrige, die seinen Sohn zur Ehe zwingen soll. Der Hofmarschall soll in der ganzen Residenz verkünden, dass Ferdinand die Lady Milford heiraten wird Siebente Szene: Der Präsident lässt nun seinen Sohn rufen, der sich ihm gegenüber sehr distanziert verhält. Die Aussage des Vaters, er habe die Verbrechen, die ihn an die Spitze des Fürstentums brachten, nur begangen, um seinem Sohn zu einer Karriere zu verhelfen, weist dieser entsetzt zurück. Der Plan des Vaters, dass er die Milford heiraten und mit dem Fürsten teilen solle, ruft bei ihm ebenfalls entschiedene Ablehnung hervor. Darauf schlägt der Präsident zum Schein eine untadelige Dame von Stand als Ehepartnerin vor. Als Ferdinand auch auf diesen Vorschlag nicht eingeht, weiß der Präsident, dass Wurm recht hatte. Er will seine Heiratspläne aber nicht von seinem störrischen Sohn zunichtemachen lassen, zumal sie schon öffentlich bekannt sind. Also zwingt er ihn durch massive Drohungen, der Lady Milford einen Besuch abzustatten. Zweiter Akt: Erste Szene: Der Anfang des zweiten Akts spielt in den Räumen der Lady Milford, die ungeduldig auf Ferdinand wartet. Dabei verrät sie ihrer Kammerdienerin, dass ihr die verlogene Welt des Hofes zuwider ist. Sie selbst hat die Heiratspläne geschickt eingefädelt, weil sie Ferdinand liebt, sie möchte mit ihm das Land verlassen und ein neues Leben anfangen. Zweite Szene: Ein alter Kammerdiener überbringt der Lady im Auftrag des Herzogs ein Hochzeitsgeschenk. Als sie erfährt, dass diese kostbaren Brillanten durch den Verkauf von Landeskindern nach Amerika finanziert sind, reagiert sie entsetzt. Ihr war nicht bekannt, dass der Landesherr junge Männer als Soldaten an England verkauft, damit diese in den nordamerikanischen Kolonien gewaltsam Unabhängigkeitsbestrebungen unterdrücken. Sie veranlasst, dass die Edelsteine verkauft werden. Der Erlös soll den Einwohnern einer Stadt, die durch einen Brand ruiniert wurden, aus der Not helfen. Dritte Szene: Nun erscheint Ferdinand von Walter, der anfangs sehr frostig und beleidigend auftritt, um die Lady von ihren Heiratsplänen abzubringen. Als er aber erfährt, wie unglücklich die Lady in ihrer Rolle ist und dass sie für das Land als Wohltäterin gewirkt hat, wandelt sich sein Bild von ihr. Um sein Verhalten zu entschuldigen, gesteht er ihr seine Liebe zu einem bürgerlichen Mädchen. Damit gewinnt der dramatische Konflikt an Fahrt, denn die Lady will Ferdinand trotzdem zur Ehe zwingen, um sich nicht in der Öffentlichkeit zu blamieren. Schiller erwähnt es zwar nicht, aber man muss davon ausgehen, dass die Lady den Präsidenten gleich davon informiert hat, dass Ferdinand zu der schon öffentlich bekannt gemachten Heirat nicht bereit ist. Vierte Szene: Nach einem Ortswechsel erfährt der Leser, dass inzwischen im Hause Miller große Aufregung herrscht, weil Schwierigkeiten mit der staatlichen Macht zu befürchten sind. Fünfte Szene: Als Ferdinand auftritt, erzählt er von der geplanten Heirat mit der Lady Milford und von seiner seelischen Erschütterung. Obwohl er sich klar zu Luise bekennt, muss er sich von Luises Vater als Verführer beschimpfen lassen. Anfangs wirkt Ferdinand noch verunsichert, doch dann wird seine Position immer fester und klarer. Schon bevor sein Vater die Szene betritt, argumentiert Ferdinand so, als ob der Vater schon da wäre und zuhören würde. Sechste Szene: Als der Präsident dann erscheint, versucht er, seine Ziele mit Macht und Gewalt durchzusetzen. Zu seiner Strategie gehört es, Luise, die ohnehin schon innerlich erschüttert ist, als Hure zu beschimpfen und in ihrer Ehre anzugreifen. Das lässt sich Miller nicht bieten. Obwohl er große Angst vor dem Präsidenten hat, tritt er ihm mutig entgegen und vertritt nicht nur sein Hausrecht, sondern auch die bürgerliche Moral gegenüber der sittlichen Verworfenheit des Hofes. Siebente Szene: Als der Präsident Luise abführen lassen will, stellt sich Ferdinand schützend vor sie und treibt die Auseinandersetzung mit seinem Vater Schritt um Schritt weiter. Schließlich erzwingt er Luises Freilassung, indem er droht, die Verbrechen seines Vaters öffentlich bekannt zu machen. Im offenen Schlagabtausch unterliegt die verlogene Welt des Hofes, weil sie das Licht der Öffentlichkeit scheuen muss. Dritter Akt: Erste Szene: Den Sieg kann die Welt des Hofes nur erringen, wenn sie den Weg der Intrige wählt. Während eines Gesprächs mit dem Präsidenten über die missglückte Aktion im Hause Miller entfaltet Wurm einen diabolischen Plan. Der bürgerliche Handlanger ist also der eigentliche Initiator der Kabale. Scharfsichtig hat er die schwachen Punkte in der Liebesbeziehung zwischen Luise und Ferdinand erkannt und will nun zwischen den Liebenden Misstrauen schüren. Angriffspunkte sind Ferdinands schrankenlose Eifer- sucht und Luises Vaterbindung. Luise soll dadurch erpressbar gemacht werden, dass der Vater ins Gefängnis gesperrt wird. In Ferdinand soll die Vermutung geweckt werden, dass Luise noch einen anderen Liebhaber hat. Zweite Szene: Um die Kabale erfolgreich durchzuführen, wird die Bereitschaft des Hofmarschalls benötigt, als angeblicher Liebhaber zu erscheinen und dem Sohn des Präsidenten einen gefälschten Brief zuzuspielen, aus dem Luises scheinbare Untreue gegen Ferdinand hervorgeht. Nach anfänglichem Zögern ist von Kalb einverstanden, denn ein Scheitern der Ehe zwischen Ferdinand und der Lady könnte auch seine Position am Hof gefährden. Dritte Szene: Als der Präsident den Entwurf des Liebesbriefes liest, den Luise an den Hofmarschall von Kalb richten soll, um ihren Vater zu retten, ist er mit Wurm sehr zufrieden. Vierte Szene: Der zweite Teil des Aktes spielt wieder in der Wohnung Millers. Dort versucht Ferdinand, Luise zur gemeinsamen Flucht zu überreden. Sie lehnt ab, weil sie dies ihrem Vater nicht antun will und auch Angst vor dem Fluch von Ferdinands Vater hat. Als sie vorschlägt, die Beziehung wegen des Standesunterschieds zu beenden, weckt dies Ferdinands Misstrauen. Er vermutet die Existenz eines Liebhabers und verlässt die Szene. Fünfte Szene: Allein im Zimmer wundert sich Luise, wo der Vater so lange bleibt.

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Schiller erwähnt es zwar nicht, aber man muss davon ausgehen, dass die Lady den Präsidenten gleich davon informiert hat, dass Ferdinand zu der schon öffentlich bekannt gemachten Heirat nicht bereit ist. Vierte Szene: Nach einem Ortswechsel erfährt der Leser, dass inzwischen im Hause Miller große Aufregung herrscht, weil Schwierigkeiten mit der staatlichen Macht zu befürchten sind. Fünfte Szene: Als Ferdinand auftritt, erzählt er von der geplanten Heirat mit der Lady Milford und von seiner seelischen Erschütterung. Obwohl er sich klar zu Luise bekennt, muss er sich von Luises Vater als Verführer beschimpfen lassen. Anfangs wirkt Ferdinand noch verunsichert, doch dann wird seine Position immer fester und klarer. Schon bevor sein Vater die Szene betritt, argumentiert Ferdinand so, als ob der Vater schon da wäre und zuhören würde. Sechste Szene: Als der Präsident dann erscheint, versucht er, seine Ziele mit Macht und Gewalt durchzusetzen. 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Nach anfänglichem Zögern ist von Kalb einverstanden, denn ein Scheitern der Ehe zwischen Ferdinand und der Lady könnte auch seine Position am Hof gefährden. Dritte Szene: Als der Präsident den Entwurf des Liebesbriefes liest, den Luise an den Hofmarschall von Kalb richten soll, um ihren Vater zu retten, ist er mit Wurm sehr zufrieden. Vierte Szene: Der zweite Teil des Aktes spielt wieder in der Wohnung Millers. Dort versucht Ferdinand, Luise zur gemeinsamen Flucht zu überreden. Sie lehnt ab, weil sie dies ihrem Vater nicht antun will und auch Angst vor dem Fluch von Ferdinands Vater hat. Als sie vorschlägt, die Beziehung wegen des Standesunterschieds zu beenden, weckt dies Ferdinands Misstrauen. Er vermutet die Existenz eines Liebhabers und verlässt die Szene. Fünfte Szene: Allein im Zimmer wundert sich Luise, wo der Vater so lange bleibt.