Die 5 Kommunikationsaxiome von Watzlawick
Du denkst, du kommunizierst nur, wenn du redest? Weit gefehlt! Watzlawicks erstes Axiom besagt: "Man kann nicht nicht kommunizieren". Selbst wenn du schweigst, sendest du durch deine Körpersprache und dein Verhalten Botschaften.
Das zweite Axiom zeigt dir, dass jede Nachricht zwei Ebenen hat: den Inhaltsaspekt (die reine Information) und den Beziehungsaspekt (wie ihr zueinander steht). Wenn dich jemand sympathisch findet, hörst du automatisch aufmerksamer zu - die Beziehung beeinflusst also, wie die Information ankommt.
Kommunikation funktioniert wie ein Kreislauf - das ist Axiom drei. Jede Aussage löst eine Reaktion aus, die wiederum eine neue Reaktion hervorruft. Schreist du jemanden an, rollt er vielleicht mit den Augen, worauf du noch lauter wirst. Ein endloser Kreislauf ohne klaren Anfang!
Merktipp: Die Axiome sind wie Naturgesetze der Kommunikation - sie wirken immer, ob du willst oder nicht.
Bei Axiom vier unterscheidet Watzlawick zwischen digitaler und analoger Kommunikation. Digital bedeutet eindeutig (meist Worte), analog lässt Interpretationsspielraum (Mimik, Gestik). Ein weinendes Kind kommuniziert analog - erst wenn es sagt "Mir tut der Bauch weh", wird es digital und eindeutig.
Das fünfte Axiom erklärt symmetrische und komplementäre Kommunikation. Symmetrisch heißt auf Augenhöhe (wie unter Freunden), komplementär bedeutet Unterschiede in Status oder Wissen (wie zwischen Lehrer und Schüler).