Aristoteles' Gerechtigkeitstheorie
Stell dir vor, du musst entscheiden, wer in deiner Klasse den Preis für das beste Projekt bekommt oder wie Strafen nach einem Konflikt aussehen sollen. Genau solche Fragen hat sich Aristoteles schon gestellt und dabei ein System entwickelt, das bis heute funktioniert.
Für ihn war jemand gerecht, wenn er sich an Gesetze hält und Güter fair verteilt. Das klingt erstmal simpel, aber dahinter steckt ein cleveres System aus zwei verschiedenen Arten von Gerechtigkeit.
Austeilende Gerechtigkeit funktioniert wie ein Belohnungssystem: Wer mehr für die Gemeinschaft leistet, bekommt auch mehr ab. Denk an Sportstipendien oder Auszeichnungen - hier wird nach Verdienst verteilt.
Ausgleichende Gerechtigkeit sorgt dagegen für Balance zwischen Menschen. Wenn jemand Schaden anrichtet, muss er dafür gerade stehen - egal ob bei einem kaputten Handy oder einem Verbrechen.
Merke dir: Aristoteles' Gerechtigkeit basiert immer auf dem Prinzip der Verhältnismäßigkeit - alles muss im richtigen Verhältnis zueinander stehen, damit es fair ist.