Was ist Erziehung und warum brauchen wir sie?
Erziehung ist ein sozialer, interaktiver Prozess zwischen Erzieher und zu erziehendem Menschen. Dabei gibt es zwei Grundansätze: das "herstellende Machen" (aktiv formen) und das "begleitende Wachsenlassen" (unterstützen).
Klaus Hurrelmann erklärt Erziehung als soziale Interaktion, bei der der Erzieher erwünschtes Verhalten entfalten will - immer unter Berücksichtigung der Bedürfnisse des Kindes. Das Ziel? Selbstständige, leistungsfähige und verantwortungsvolle Menschen zu bilden.
Menschen sind bei der Geburt Mängelwesen - wir können nichts außer schreien und trinken! Deshalb sind wir sowohl erziehungsbedürftig als auch erziehungsfähig. Erziehung hilft uns bei drei wichtigen Prozessen: Sozialisation (soziales Verhalten lernen), Enkulturation (Kultur übernehmen) und Personalisation (eigene Persönlichkeit entwickeln).
💡 Wichtig zu wissen: Erziehungsziele ändern sich je nach gesellschaftlichen Bedürfnissen - was heute wichtig ist, war vor 100 Jahren vielleicht völlig anders!




