Resilienz und Schutzfaktoren
Resilienz ist wie dein innerer Schutzschild gegen Krisen. Du kannst deine Widerstandsfähigkeit stärken, indem du soziale Beziehungen pflegst, dich engagierst und verschiedene Blickwinkel einnimmst. Wichtig ist auch, dir Zeit für dich zu nehmen und realistische Ziele zu setzen.
Es gibt verschiedene Faktoren, die deine Widerstandsfähigkeit beeinflussen. Kindbezogene Risikofaktoren können von Geburt an bestehen oder durch die Umwelt verursacht werden. Umweltbezogene Risikofaktoren kommen aus deinem Umfeld und lassen sich oft nicht direkt beeinflussen.
Zum Glück hast du auch Schutzfaktoren! Personale Schutzfaktoren liegen in dir selbst, wie deine Persönlichkeit, Intelligenz, positive Grundstimmung und ein gutes Selbstwertgefühl. Soziale Schutzfaktoren findest du in deinem Umfeld: sichere Bindungen, positive Beziehungen zu Erwachsenen und ein gutes soziales Netzwerk.
💡 Die sichere Bindung in der frühen Kindheit ist besonders wichtig für resilientes Verhalten. Sie gibt dir das Fundament, auf dem du später aufbauen kannst!
Kriminalitätstheorien und Devianz
Warum werden Menschen kriminell? Die Entwicklungstheorie erklärt, dass bestimmte Verhaltensweisen wie Ladendiebstähle im Jugendalter vorkommen können, weil man Normen erst erlernen muss. Die Sozialisationstheorie sieht Ursachen in fehlerhafter Erziehung und schwierigen Lebensbedingungen.
Die Lerntheorie besagt, dass wir von Vorbildern lernen – leider auch schlechte Verhaltensweisen. Laut Frustrations-Aggressions-Theorie können Mobbingopfer ihre Frustration an anderen auslassen.
Devianz bedeutet abweichendes Verhalten und hat verschiedene Formen:
- Konventionelle Devianz: kleine Abweichungen, die toleriert werden (Kann-Normen)
- Provozierende Devianz: unerwünschtes, aber geduldetes Verhalten (Soll-Normen)
- Problematische Devianz: nicht tolerierte Verstöße gegen Muss-Normen
Krisen und ihre Bewältigung
Eine Krise entsteht, wenn du mit Ereignissen konfrontiert wirst, die dein seelisches Gleichgewicht stören. Es gibt vorhersehbare Lebenslaufkrisen (wie Schulbeginn oder Berufswahl) und unvorhersehbare Lebensbruchkrisen (wie Unfälle oder Trennungen).
Der Krisenverlauf nach Cullberg hat vier Phasen:
- Schock: Verleugnung der Realität als Schutzreaktion
- Reaktion: Achterbahn der Gefühle und Auseinandersetzung
- Bearbeitung: Loslösung von negativen Gefühlen, Akzeptanz und Lösungssuche
- Neuorientierung: Anwendung des Gelernten










